Schwesig: Im Schweriner Dom begegnet uns Uecker weiter in seinen Werken

Nr.135/2026  | 10.06.2026  | MPin  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zum ersten Todestag den großen Künstler Günther Uecker: „Es gibt diese Menschen, die aus wenig, aus scheinbar Alltäglichem, etwas Besonderes erschaffen. Günther Uecker nutzte Nägel. Er erschuf damit lebendige Reliefs. Bilder, die nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern etwas Eigenes in die Welt setzen. Was wir darin sehen, liegt an uns. Im vergangenen Jahr verstarb Günther Uecker im Alter von 95 Jahren. Ein Sohn Mecklenburg-Vorpommerns. Einer der bedeutendsten Künstler der deutschen Nachkriegszeit.“

Auch wenn ihn sein Weg weit über die Grenzen des Landes hinausgeführt habe, sei Uecker seiner Heimat stets tief verbunden geblieben. „Seit der Vereinigung Deutschlands hat er sich für Kunstdenkmäler, Kunstsammlungen und künstlerische Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt“, erinnerte die Regierungschefin. Rerik verdanke Günther Uecker das neue Kirchendach und zwei Kirchenglocken. Ausstellungen von ihm seien in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg zu sehen gewesen. Das Günther-Uecker-Institut in Schwerin habe den Anbau des Museums unterstützt und fördere heute internationale Forschung zur zeitgenössischen Kunst.

„Im Schweriner Dom begegnet uns Günther Uecker weiter in seinen Werken. Die von ihm gestalteten Lichtbogenfenster hat uns Günther Uecker vor zwei Jahren geschenkt. Es war mir eine große Ehre, ihm in diesem Rahmen den Landesverdienstorden zu überreichen. Das war ein berührender Moment für uns alle“, so Schwesig. Sie sei dankbar für tiefe persönliche Begegnungen mit Günther Uecker.

So wie Uecker ein verlässlicher Partner für die Kultur gewesen sei, gelte dies auch für das Land Mecklenburg-Vorpommern. „Kunst und Kultur gehören zum Leben der Menschen. Sie sind entscheidend für unser Selbstverständnis und leisten wichtige Beiträge zu unserem Verständnis von Gesellschaft, denn sie regen uns zum Nachdenken an, lassen uns diskutieren und streiten“, so die Ministerpräsidentin. Die Landesregierung stehe zur Unterstützung der Kultur und der Menschen, die Kultur machen.