Kiel: Staatssekretärin Jesse beim Konsortialtreffen des Norddeutschen Reallabors

Ines Jesse: „Wir setzen auf den Wasserstoffwirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern.“

Nr.63/2026  | 11.06.2026  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Beim Konsortialtreffen des Norddeutschen Reallabors hat Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, heute in Kiel die Chancen des Wasserstoffhochlaufs für die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns hervorgehoben und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen adressiert. „Der Business Case muss funktionieren“, sagte Staatssekretärin Jesse. Für den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft sind verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit entscheidend. Unternehmen benötigen Planungssicherheit, Infrastrukturprojekte und industrielle Anwendungen.

„Mecklenburg-Vorpommern hat frühzeitig auf erneuerbare Energien gesetzt. Sie sind heute ein zentraler Standortvorteil unseres Landes. Dabei ist unser Ziel klar: Wir wollen Wertschöpfung, zusätzliche Investitionen und gut bezahlte Arbeitsplätze in MV halten und neu schaffen. Wenn aus erneuerbaren Energien industrielle Entwicklung vor Ort entsteht, neue Arbeitsplätze geschaffen werden und Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger spürbar profitieren, dann wird die Energiewende zur größten wirtschaftlichen Chance für Mecklenburg-Vorpommern seit Jahrzehnten“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Energie- und Wasserstoffstandort Deutschlands. Die Lage im Ostseeraum verbindet große Potenziale bei der Erzeugung erneuerbarer Energien mit leistungsfähigen Häfen, einer gut ausgebauten Infrastruktur und künftigen internationalen Wasserstoffkorridoren. Mit Rostock, Lubmin und Mukran verfügt das Land über wichtige Standorte für die Erzeugung, den Import, die Speicherung und den Transport von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten.

„Wir sind bereit, Importstandort, Infrastrukturknotenpunkt und Industriestandort zugleich zu sein. Mit dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft schaffen wir die Voraussetzungen für Wortschöpfung vor Ort und industrielle Entwicklung im Land. Zudem stärken wir Versorgungssicherheit, Resilienz und strategische Unabhängigkeit für unsere Land.“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Der erfolgreiche Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft setzt auch leistungsfähige Netze, Speicher sowie wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen voraus. Das betrifft unter anderem die Häfen. „Deshalb setzen wir uns seit Langem beim Bund für die notwendigen Investitionen in Hafeninfrastruktur, Energieanbindungen und Wasserstoffnetze ein. Daher ist die aktuelle Beweglichkeit des Bundes beim Sondervermögen Infrastruktur ein durchaus positives erstes Signal. Denn nur mit einer auskömmlichen Finanzierung können die norddeutschen Häfen ihrer zentrale Funktion als Energie-, Logistik- und Industriestandorte entlang neuer Wasserstoffwertschöpfungsketten zuverlässig nachkommen“, betonte Staatssekretärin Jesse. „So schaffen wir auch gut bezahlte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern.“

Das Norddeutsche Reallabor zählt zu den größten Energiewendeprojekten Deutschlands. Seit 2021 arbeiten dort Partner aus Energiewirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Politik gemeinsam an Lösungen für die Defossilisierung von Industrie, Wärmeversorgung und Mobilität durch Sektorkopplung, Wasserstofftechnologien und die Nutzung industrieller Abwärme.