Tag des offenen Hofes 2026: Landwirtschaft zeigt Leistungskraft und Zukunftsperspektiven

Nr.1880/2026  | 12.06.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Am kommenden Wochenende laden landwirtschaftliche Betriebe in ganz Mecklenburg-Vorpommern wieder zum „Tag des offenen Hofes“ ein. Alle zwei Jahre öffnen Höfe, Agrarbetriebe und landwirtschaftliche Unternehmen ihre Tore, um interessierten Besucherinnen und Besuchern einen unmittelbaren Einblick in die moderne Landwirtschaft zu ermöglichen.

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt unterstützt die landesweite Veranstaltung seit vielen Jahren als verlässlicher Partner. Auch 2026 beteiligt sich das Land an der Finanzierung mit 30.000 Euro und übernimmt damit rund 50 Prozent der entstehenden Kosten.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus betont: „Der Tag des offenen Hofes schafft Transparenz und Vertrauen. Wer erleben möchte, wie heute Lebensmittel produziert werden, welche Anforderungen die Betriebe erfüllen und welche Leistungen sie für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft erbringen, erhält hier einen unverfälschten Einblick. Landwirtschaft ist weit mehr als Nahrungsmittelproduktion – sie ist ein unverzichtbarer Pfeiler für Beschäftigung, Wertschöpfung und Lebensqualität in unseren ländlichen Räumen.“

Die Landwirtschaft gehört zu den prägenden Wirtschaftsbereichen Mecklenburg-Vorpommerns. Auf rund 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche erzeugen die Betriebe hochwertige Lebensmittel, sichern Einkommen und Beschäftigung und bilden die Grundlage zahlreicher regionaler Wertschöpfungsketten – von der Verarbeitung über Logistik und Handel bis hin zum Tourismus. Gleichzeitig übernehmen viele landwirtschaftliche Unternehmen Verantwortung weit über den eigenen Betrieb hinaus und engagieren sich in Feuerwehren, Vereinen sowie kulturellen und sozialen Projekten.

Das Landwirtschaftsministerium wird am Wochenende auch selbst vor Ort vertreten sein. Staatssekretär André Konsolke besucht am Samstag ab 10 Uhr das Landgut Durach in Schönhausen. Der Betrieb bewirtschaftet rund 3.350 Hektar Fläche, hält knapp 600 Großvieheinheiten Milchvieh und verarbeitet einen Teil seiner Erzeugnisse selbst. Damit steht er beispielhaft für moderne Landwirtschaft, die Produktion, Verarbeitung und regionale Wertschöpfung miteinander verbindet.

Minister Dr. Till Backhaus nimmt am Sonntag ab 15 Uhr am Agrar-Nord-Talk auf dem Betrieb der Trantower Agrar GmbH in Sassen-Trantow teil. Im Mittelpunkt stehen aktuelle agrarpolitische Herausforderungen, die Zukunft der ländlichen Räume sowie die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft.

Ein zentrales Thema wird die künftige Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik sein. Nach derzeitigen Überlegungen in Brüssel drohen Kürzungen des Agrarbudgets sowie eine verpflichtende Kappung und Degression der Direktzahlungen. Mecklenburg-Vorpommern wäre aufgrund seiner gewachsenen Agrarstruktur davon besonders betroffen. Das Land setzt sich deshalb gemeinsam mit anderen ostdeutschen Ländern für den Erhalt eines starken EU-Agrarbudgets, eigenständige Fördermittel für die ländliche Entwicklung und verlässliche Rahmenbedingungen für die Betriebe ein.

Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Zukunft der Tierhaltung. Die Landesregierung bekennt sich ausdrücklich zu einer starken Nutztierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern. Tierhaltung sichert Arbeitsplätze, stärkt regionale Verarbeitungskapazitäten und schafft zusätzliche Wertschöpfung im ländlichen Raum. Um Investitionen in moderne und tierwohlgerechte Ställe zu erleichtern, wurde die Investitionsförderung auf bis zu 2,5 Millionen Euro pro Vorhaben erhöht. Gleichzeitig setzt sich das Land für schnellere Genehmigungsverfahren und mehr Planungssicherheit für die Betriebe ein.

Auch die Entwicklung der ländlichen Räume bleibt eine zentrale Zukunftsaufgabe. Seit 2015 wurden mit Unterstützung von EU, Bund und Land rund 289 Millionen Euro in Schulen, Kitas und Ärztehäuser investiert. Hinzu kommen mehr als 385 Millionen Euro für kommunale Dorfentwicklungsmaßnahmen sowie über 126 Millionen Euro für LEADER-Projekte, die von den Menschen vor Ort selbst entwickelt und umgesetzt wurden. Diese Investitionen stärken die Lebensqualität, schaffen Perspektiven und sichern gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns.

„Wer starke ländliche Räume will, braucht eine starke Landwirtschaft. Der Tag des offenen Hofes macht sichtbar, wie eng beides miteinander verbunden ist. Unsere Betriebe produzieren Lebensmittel, schaffen Arbeitsplätze, investieren in die Zukunft und tragen Verantwortung für ihre Regionen. Diese Leistungen verdienen Anerkennung und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, so Backhaus.

Beim Tag des offenen Hofes präsentieren zahlreiche Betriebe im ganzen Land ihre Arbeit mit Hofführungen, Technikschauen, Stallbesichtigungen, regionalen Produkten und Mitmachangeboten für Familien.

Das vollständige Programm ist beim Landesbauernverband Mecklenburg-Vorpommern abrufbar.