Grundstein für neue Raumschießanlage für die Polizei gelegt
Wichtiger Meilenstein für hochmodernes und nachhaltiges Einsatztrainingszentrum der Polizei
Der für den Staatshochbau zuständige Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue und Innenminister Christian Pegel legten heute gemeinsam den Grundstein für die neue Raumschießanlage der Polizei in Waldeck. An dem Termin nahmen zudem der Inspekteur der Polizei, Lutz Müller, die Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Rostock, Anja Hamann, der Direktor des Landesbereitschaftspolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern, Michael Ebert, und die Direktorin des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern, Antje Finnern, teil.
Mit einer Gesamtinvestition von rund 24,5 Millionen Euro entsteht auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Rostock ein hochmodernes Einsatztrainingszentrum für das polizeiliche Schießtraining. Davon werden voraussichtlich 2,5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.
„Mit dem Neubau schaffen wir sehr gute Voraussetzungen für eine moderne und realitätsnahe Aus- und Fortbildung unserer Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig investieren wir in eine energieeffiziente Infrastruktur und stärken die heimische Wirtschaft: Drei Viertel der bislang beauftragten Unternehmen stammen aus Mecklenburg-Vorpommern. Das zeigt, dass von dieser Investition nicht nur die Polizei, sondern auch die regionale Wirtschaft profitiert“, sagte Minister Dr. Heiko Geue.
Innenminister Christian Pegel betonte: „Mit der heutigen Grundsteinlegung beginnen wir den Bau einer modernen Raumschießanlage für die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Damit schaffen wir die nötige Infrastruktur für erweiterte und zeitgemäße Trainingsmöglichkeiten. Die Anforderungen an die polizeiliche Ausbildung sind hoch und werden weiter steigen. Eine verlässliche Einsatzfähigkeit setzt voraus, dass ein Training unter realistischen Bedingungen kontinuierlich möglich ist. Genau dafür entsteht hier ein neuer Standort, mit dem wir ein klares Signal für eine leistungsfähige und gut ausgebildete Polizei setzen.“
Das neue Einsatztrainingszentrum umfasst zwei Schießhallen mit 25- und 50-Meter-Bahnen, Trainings- und Seminarräume sowie Sozialbereiche. Die Schießhallen werden mit modernster digitaler Schießkinotechnik ausgestattet. Laserbeamer mit hochauflösender Zieldarstellung ermöglichen die Projektion statischer und bewegter Trainingsszenarien. Ein kamerabasiertes System erfasst Treffer automatisch. Die Anlage wird für dynamisches Mehrdistanzschießen sowie digital skaliertes Schießen bis 200 Meter ausgelegt und setzt damit neue Maßstäbe für die Aus- und Weiterbildung der Polizei Mecklenburg-Vorpommerns.
Die vorbereitenden Maßnahmen für das Bauvorhaben begannen bereits im März 2025. Mit dem Rohbau wurde im Dezember 2025 begonnen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2027 vorgesehen.
Besonderes Augenmerk wird beim Neubau auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über hocheffiziente Wärmepumpen. Für eine nachhaltige Stromerzeugung ist zudem auf der Dachfläche des Neubaus die Errichtung einer großflächigen Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von rund 160 kWp geplant. Die Anlage soll jährlich rund 130.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und vor allem die Wärmepumpen und die Raumschießanlage mit Eigenstrom versorgen.
Der Neubau unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen an den Energieverbrauch und den CO₂-Ausstoß deutlich. Der berechnete Jahresprimärenergiebedarf liegt um mehr als 35 Prozentpunkte unter den gesetzlichen Anforderungen nach dem Gebäudeenergiegesetz. Zudem werden durch die Photovoltaikanlage jährlich rund 90 Tonnen CO2 eingespart.
Verantwortlich für das Bauvorhaben ist das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg. Die Planung erfolgt durch die JSP ARCHITEKTEN Gesellschaft für Gesamtplanung mbH.