Schwesig/Blank: Gesundheitswirtschaft zeigt Stärke und Zukunftskraft
Mecklenburg-Vorpommern hat sich in dieser Woche erneut als bedeutender Standort der Gesundheitswirtschaft präsentiert. Zur 21. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft kamen mehr als 600 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesundheitsversorgung nach Rostock. Die Veranstaltung gilt als eines der wichtigsten Branchentreffen Deutschlands und macht die Innovationskraft einer Branche sichtbar, die zu den wichtigsten Wachstumsmotoren des Landes zählt.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank zogen heute eine positive Bilanz. „Die Gesundheitswirtschaft ist eine entscheidende Zukunftsbranche für Mecklenburg-Vorpommern. Dank der engen Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung sind wir für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Auch die 21. Ausgabe der Nationalen Branchenkonferenz war eine perfekte Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse. Hier entstehen Netzwerke, Kooperationen und Ideen, die weit über die Veranstaltung hinaus wirken und den Gesundheitsstandort Mecklenburg-Vorpommern stärken“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
Minister Dr. Wolfgang Blank ergänzte: „Unsere Branchenkonferenz zeigte auch in diesem Jahr eindrucksvoll, welche Dynamik in der Gesundheitswirtschaft steckt. Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen Jahren zu einem besonders attraktiven Standort für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Investoren entwickelt. Die Gesundheitswirtschaft ist zugleich lebendiger Innovationsmotor und verlässlicher Beschäftigungsgarant für unser Land.“
Wie attraktiv Mecklenburg-Vorpommern für innovative Unternehmen ist, zeige die geplante Ansiedlung des niederländischen Medizintechnikunternehmens OTN Implants im Gewerbegebiet Upahl. Das Unternehmen will dort künftig hochmoderne Titan-Knochenanker für Prothesen produzieren. Die Implantate ermöglichen Menschen mit Arm- oder Beinamputationen eine verbesserte Steuerung ihrer Prothesen und können sensorische Rückmeldungen vermitteln.
„Die Ansiedlung von OTN steht beispielhaft für die positive Entwicklung unserer Gesundheitswirtschaft“, sagte Schwesig. „Die Entscheidung des Unternehmens für Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass unser Land hervorragende Voraussetzungen für innovative Unternehmen bietet – von leistungsfähigen Forschungseinrichtungen über spezialisierte Unternehmen bis hin zu einer modernen Infrastruktur.“
Als Gründe für die Ansiedlung in M-V nennt das Unternehmen unter anderem die gute Verkehrsanbindung sowie die Nähe zu wichtigen Partnern wie der Universitätsmedizin Rostock und dem auf Beschichtungen für medizinische Implantate spezialisierten Unternehmen DOT. Mittelfristig sollen in Upahl mehr als 20 Arbeitsplätze entstehen.
Die positiven Entwicklungen spiegeln sich auch in den Kennzahlen der Branche wider. Mit rund 152.000 Beschäftigten arbeitet inzwischen etwa jeder fünfte Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern in der Gesundheitswirtschaft. Die Branche erwirtschaftet eine Bruttowertschöpfung von rund 7,8 Milliarden Euro und gehört damit zu den tragenden Säulen der Wirtschaft des Landes.
Die diesjährige Konferenz stand im Zeichen von Innovationen in den Bereichen Medizintechnik, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Prävention und Fachkräftesicherung. Zugleich bot sie eine Plattform für neue Kooperationen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Gesundheitsdienstleistern aus dem In- und Ausland. Die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft wird seit 2005 von der BioCon Valley GmbH im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern organisiert. Sie hat sich in dieser Zeit zu einem bundesweit anerkannten Forum für Innovation, Vernetzung und Zukunftsthemen der Gesundheitswirtschaft entwickelt.