Mecklenburg-Vorpommern gründet Landesbeirat Onkologie

Martin: Der Beirat wird die Anliegen von Menschen mit einer Krebserkrankung und Krebsüberlebenden künftig noch stärker in die Weiterentwicklung der Krebsmedizin einbringen.

Nr.121/26  | 12.06.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat heute (12.06.2026) die Gründung eines neues Landesbeirates Onkologie verkündet. Im Rahmen der 21. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock stellte sie die entsprechenden Pläne vor.

Aufgabe des Gremiums wird es sein, die Perspektiven aller Beteiligten in der Forschung, Lehre und Versorgung im Bereich der Krebsmedizin an einen Tisch zu bringen. Insbesondere ist es Aufgabe des Gremiums, die Perspektive von Betroffenen systematisch in die onkologische Versorgung, Forschung und die Entwicklung neuer Angebote einzubeziehen sowie Landesregierung und Landtag zu beraten.

„Mecklenburg-Vorpommern hat mit der Einrichtung des CCC-MV und der verstärkten Investition in die Krebsforschung einen großen Schritt nach vorne gemacht. Gemeinsam mit den anderen Bundesländern des Nordens werden wir die Aktivitäten weiter bündeln. Dabei sind die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten ein wichtiger Kompass für die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems. Mit dem Landesbeirat schaffen wir eine zusätzliche Möglichkeit, diese Perspektiven frühzeitig und strukturiert in die Krebsmedizin einzubringen“, sagte Ministerin Bettina Martin. „Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist es wichtig, den Zugang zu modernen Versorgungsangeboten und Innovationen für alle Betroffenen zu stärken.“

Die organisatorische Verantwortung für die landesweite Vernetzung in diesem Beratungsgremium übernimmt das Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV). Das  vom Land Mecklenburg-Vorpommern geförderte onkologische Exzellenzzentrum der Universitätsmedizin Rostock und der Universitätsmedizin Greifswald. Es vernetzt klinische Versorgung, Forschung und Lehre mit dem Ziel, allen Menschen mit einer Krebserkrankung im Land unabhängig von ihrem Wohnort Zugang zu einer wissenschaftlich fundierten Versorgung auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen individuell abgestimmte Behandlungsangebote auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

„Eine moderne Krebsmedizin muss die Perspektive der Betroffenen konsequent mitdenken. Der neue Landesbeirat wird wichtige Impulse liefern, um Versorgung, Forschung und Innovation noch stärker an den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten auszurichten“, sagte Prof. Dr. Jörg Haier, Direktor des CCC-MV Campus Rostock an der Universitätsmedizin Rostock. „Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Fortschritte möglichst schnell und flächendeckend in die Versorgung zu übertragen.“