NRW-Teams gewinnen Fußball-Pokale in der JVA Neustrelitz
Justizstaatssekretärin Babette Bohlen überreichte die Preise des traditionellen Fußballturniers der DFB-Stiftung Sepp-Herberger.
„Ich gratuliere den Frauen aus der JVA Köln und den Männern aus der JVA Wuppertal-Ronsdorf ganz herzlich zu den ersten Plätzen beim Turnier um den Sepp-Herberger-Pokal der Jugendstrafgefangenen. Ich begrüße das Engagement der DFB-Stiftung Sepp Herberger im Jugendvollzug sehr. Passend zur gestarteten Weltmeisterschaft sehen wir ganz deutlich: Fußballspielen verbindet die Menschen, egal woher sie kommen, egal wer sie sind. Das Pokal-Turnier fand nach zehn Jahren wieder in Neustrelitz statt, das ist eine große Anerkennung für die Arbeit der JVA“, sagt Justizstaatssekretärin Babette Bohlen zur Übergabe der Pokale in der JVA Neustrelitz.
Zum Pokalturnier unter dem Motto „Anstoß für ein neues Leben“ nahmen in diesem Jahr in der JVA Neustrelitz insgesamt 14 JVA-Teams aus Rheinland-Pfalz, Sachsen, Berlin, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern teil. Es waren fünf Frauen- und neun Männerteams dabei, wobei auch Teams der JVA Neustrelitz und der JVA Bützow angetreten waren.
„Die DFB-Stiftung Sepp Herberger engagiert sich seit vielen Jahren in der Jugendanstalt Neustrelitz. Das Turnier um den Sepp-Herberger-Pokal gibt es seit 2008, Neustrelitz ist seit 2013 vertreten. Das ist eine großartige Leistung der Sportlerinnen und Sportler, aber auch der Sport-Bediensteten der JVA. Sport ist Teamarbeit und fördert Fairness und Gerechtigkeit. So werden die klassischen Mittel des Jugendvollzuges wie Schul- und Berufsausbildung, Suchtberatung und -therapie, Straftatbearbeitung und Rückfallprävention sinnvoll ergänzt“, so Staatssekretärin Babette Bohlen.
„Der Fußball und die Vereinsarbeit vermitteln Werte, die junge Straftäterinnen und Straftäter bei ihrer Rückkehr in die Gesellschaft gut gebrauchen können. Das sind Respekt, Disziplin, Kampfgeist, Teamfähigkeit und Gemeinschaftsgefühl. Sie lernen auch, Niederlagen zu akzeptieren, den Erstplatzierten den Sieg zu gönnen. Auch das Gefühl, nach einem Sieg nicht überheblich zu werden, gehört dazu. Viele dieser Werte sind den straffällig gewordenen Menschen oftmals nie vermittelt worden. Die jungen Sportlerinnen und Sportler bekommen darüber hinaus dank des Turniers ein Gefühl der Anerkennung. Ein Zeichen dessen ist es, dass sich die DFB-Stiftung Sepp Herberger stets auch Fußball-Prominente wie Nadine Keßler, Jens Nowotny und Ottmar Hitzfeld als Botschafterinnen und Botschafter ins Boot holt, die diese Anerkennung auch verstärken“, erklärt Staatssekretärin Babette Bohlen zum Turnier.