Grundsteinlegung auf dem Schulcampus Grevesmühlen

Oldenburg: moderne Grundschule verbindet gute Lernbedingungen, Inklusion und Nachhaltigkeit

Nr.099-26  | 15.06.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

In Grevesmühlen ist heute der Grundstein für den Neubau der Grundschule auf dem Schulcampus gelegt worden. Der Neubau stärkt den Bildungsstandort, an dem künftig rund 900 Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen werden. Als nächster Entwicklungsschritt ist ein Zentralgebäude geplant, das den Campus als Ort für Lernen, Begegnung und Gemeinschaft ergänzen wird. Bund, Land und Europäische Union fördern das Gesamtvorhaben mit mehr als 22 Millionen Euro.  

„Mit der heutigen Grundsteinlegung wird sichtbar, wie konsequent Grevesmühlen in die Bildungszukunft der Kinder und Jugendlichen investiert“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Hier entsteht eine moderne Grundschule, die gute Lernbedingungen, Inklusion und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Gleichzeitig wächst ein Schulcampus, der Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten bietet, die Gemeinschaft fördert und Grenzen überwindet.“  

Auf dem Schulcampus Grevesmühlen sind mit der Regionalen Schule und der Mosaikschule, einer staatlich anerkannten Ersatzschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, bereits zwei moderne Schulgebäude entstanden. Mit der neuen Grundschule und dem geplanten Zentralgebäude wird die Entwicklung des Standortes fortgesetzt. Künftig lernen hier Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen an einem gemeinsamen Campus. Sowohl die neue Grundschule als auch die Regionale Schule werden als Schulen mit spezifischer Kompetenz geführt.  

Bei dem Neubau der Grundschule werden neben modernen pädagogischen Anforderungen auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. So sind unter anderem ökologische Baustoffe, Photovoltaikanlagen und begrünte Dachflächen geplant. Das spätere Zentralgebäude bildet das Herzstück des Campus und wird Räume für Unterricht, Begegnung, Bewegung und kulturelle Angebote enthalten. Barrierefreie Außenanlagen ergänzen das Konzept.  

Dem Projekt ist ein langjähriger Beteiligungs- und Planungsprozess vorausgegangen. Bereits frühzeitig hatte die Stadt Grevesmühlen eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Schulen, Elternschaft, Diakonie und weiteren Einrichtungen gemeinsam die Zukunft des Schulstandortes entwickelt haben. Wissenschaftlich begleitet wurde der Prozess durch die Universität Rostock.  

„Grevesmühlen zeigt beispielhaft, wie Schulentwicklung gelingen kann, wenn alle Beteiligten frühzeitig eingebunden werden und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Stadt hat mit Weitblick und Ausdauer einen Schulcampus entwickelt, der den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht wird und weit über die Stadtgrenzen hinaus Strahlkraft besitzt“, sagt Simone Oldenburg und dankt allen Beteiligten, die das Projekt über viele Jahre begleitet und vorbereitet haben.  

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Schulträger weiterhin bei Investitionen in eine moderne Bildungsinfrastruktur. Über das Sondervermögen des Bundes stehen im Rahmen des „MV-Plans 2035“ in den kommenden zwölf Jahren weitere 600 Millionen Euro für Schulbauinvestitionen zur Verfügung. „Gute Schulen sind eine gemeinsame Aufgabe von Land und Kommunen. Deshalb schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Schülerinnen und Schüler überall im Land moderne Lernbedingungen vorfinden. Investitionen in Schulen sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes“, betont die Bildungsministerin.