Milliarden-Investitionen für Konverterplattformen stärken Industriestandort MV

Nr.143/2026  | 17.06.2026  | MPin  | Ministerpräsidentin

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Vergabe des ersten Auftrags für den Bau einer großen Offshore-Konverterplattform am Standort Rostock-Warnemünde. Auftraggeber ist der Offshore-Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Die Plattform wird von einem Konsortium aus der Neptun Werft und dem Stahlbauunternehmen Smulders gebaut. Die Konvertertechnik liefert Siemens Energy.

Zugleich laufen die Verhandlungen über eine zweite Konverterplattform gleicher Größenordnung. Kommt auch dieser Auftrag zustande, summieren sich die beiden Projekte auf ein Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro für die Produktion und Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig:

„Das ist eine hervorragende Nachricht für Mecklenburg-Vorpommern. Die beiden konkreten Großprojekte stehen für industrielle Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien. Sie stärken unser Land als bedeutenden Werften- und Industriestandort und zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielt.“

Damit sind erhebliche Beschäftigungseffekte verbunden. Bei der Neptun Werft und Smulders sollen zusammen etwa 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen bis zu weitere 500 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern während der Bauphase. Insgesamt können damit bis zu 1000 zusätzliche Beschäftigte von dem Großauftrag profitieren.

Manuela Schwesig betonte, dass die Vergabe des Auftrags auch das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Unternehmen, Bund und Land sei.

„Wir haben uns in den vergangenen Jahren gemeinsam dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für den Bau von Konverterplattformen in Warnemünde zu schaffen. Dass nun ein erster Großauftrag vergeben wurde, ist ein wichtiger Erfolg für die maritime Wirtschaft unseres Landes und ein starkes Signal für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern.“

Konverterplattformen sind ein zentraler Baustein für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie. Sie bündeln den auf See erzeugten Strom und ermöglichen dessen effiziente Übertragung an Land. Mit dem Einstieg in dieses Geschäftsfeld erschließen die beteiligten Unternehmen einen Zukunftsmarkt, der für die Energiewende in Deutschland und Europa von großer Bedeutung ist.

„Mecklenburg-Vorpommern verbindet maritime Kompetenz mit moderner Energietechnologie. Der Auftrag zeigt, welches Potenzial in unserem Land steckt. Wir wollen auch künftig ein starker Industriestandort sein und die Chancen nutzen, die sich aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien ergeben“, sagte Ministerpräsidentin Schwesig.

Manuela Schwesig: „Das sind gute Nachrichten für die Menschen in unserem Land und für viele Familien in der Region. Besonders wichtig ist: Diese Aufträge schaffen nicht nur Arbeit für die kommenden Jahre. Sie eröffnen die Chance, Warnemünde dauerhaft als einen der führenden europäischen Standorte für den Bau von Konverterplattformen zu etablieren. Davon können die maritime Wirtschaft und viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern langfristig profitieren.“