Martha Müller-Grählert neu entdecken
Neue multimediale Unterrichtsmaterialien der niederdeutschen Dichterin in Greifswald vorgestellt
Plattdeutsch-Lehrkräfte haben sich in einer Fortbildung des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald mit der neuen multimedialen Unterrichtshandreichung „Ehr dusendstimmig Lied/Ihr tausendstimmiges Lied“ auseinandergesetzt. Die didaktischen Materialien widmen sich dem Leben und Werk der niederdeutschen Dichterin Martha Müller-Grählert, deren Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt.
„Mit der neuen Handreichung für den Unterricht gelingt es, Niederdeutsch, Literatur und Musik auf innovative Weise miteinander zu verbinden. Die Materialien machen das kulturelle Erbe unseres Landes für junge Menschen erlebbar und zeigen, wie lebendig und aktuell die niederdeutsche Sprache ist“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg anlässlich der Veranstaltung.
„Die Neuvertonungen holen die Texte von Martha Müller-Grählert in die Gegenwart. So werden die Gedichte hörbar, lebendig und eröffnen Kindern und Jugendlichen neue Zugänge zur niederdeutschen Sprache“, sagte die Landesbeauftragte für Niederdeutsch, Nadine Koop, in ihrem Grußwort.
Die Präsentation der CD „Ehr dusendstimmig Lied – Neuvertonungen der Lyrik Martha Müller-Grählerts“ im Pommerschen Landesmuseum wurde durch ein Konzert der inklusiven Band „Seaside“ begleitet und fand vor Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und weiteren Gästen statt.
Anlässlich der Veranstaltung hob Bildungsministerin Simone Oldenburg die Bedeutung des Projekts für die Bildungsarbeit an Schulen hervor und würdigte die Rolle der Lehrkräfte: „Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern leisten einen wichtigen Beitrag, um das Niederdeutsche zu bewahren und die Sprache zu vermitteln. Fortbildungen wie diese unterstützen Lehrkräfte dabei, Schülerinnen und Schüler für Sprache, Geschichte und regionale Identität zu begeistern.“
Martha Müller-Grählert zählt zu den bekanntesten niederdeutschen Autorinnen Norddeutschlands. Ihr Gedicht „Mine Heimat“, das als Ostseewellenlied weltweite Bekanntheit erlangte, wird bis heute gesungen. Die neue Unterrichtshandreichung knüpft an dieses literarische Erbe an und macht Leben und Werk der Schriftstellerin für den Schulunterricht zugänglich.