Verlässliche Partnerschaft für Erinnerungskultur und Demokratie
Zusammenarbeit mit den Jüdischen Gemeinden prägt politische Bildung, Gedenkstättenarbeit und stärkt demokratische Werte
Zum Treffen der Landesregierung mit der Vertretung der Jüdischen Gemeinden im Land Mecklenburg-Vorpommern erklärt die Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung, Simone Oldenburg: „Als Enkelin von Verfolgten des Naziregimes ist mir die Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit sowie Demokratiebildung von jungen Menschen ein besonderes und sehr persönliches Anliegen. Die Jüdischen Gemeinden sind dabei wichtige Partner und unsere Zusammenarbeit ist intensiv und prägend, was die Legislaturperiode eindrucksvoll gezeigt hat. Unser gemeinsames Ziel ist es, Schule als Ort der Demokratie erlebbar werden zu lassen.“
Deshalb hat das Bildungsministerium in dieser Legislaturperiode verschiedene Maßnahmen umgesetzt:
- das Unterrichtsfach Politische Bildung/Sozialkunde mit der neuen Stundentafel gestärkt.
- Unter der Präsidentschaft der Bildungsministerin in der Bildungsministerkonferenz wurden die Empfehlungen „Erinnern für die Zukunft“ verabschiedet. Sie soll Schülerinnen und Schüler befähigen, historische Entwicklungen zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine offene Gesellschaft einzusetzen.
- Die Landesregierung hat die Mittel für Gedenkstättenfahrten in die ehemaligen deutschen NS-Vernichtungslager in Polen auf 300.000 Euro aufgestockt und im Vergleich zum Jahr 2021 damit versechsfacht.
- Ab dem kommenden Schuljahr ist der 27. Januar an weiterführenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ein landesweiter Projekt- und Gedenktag.
Besonders bedeutsam ist die Weiterentwicklung der politische Bildung im Sinne des Beutelsbacher Konsenses, denn so werden Schülerinnen und Schüler befähigt, sich kritisch mit Geschichte, Demokratie und aktuellen gesellschaftlichen Konflikten auseinanderzusetzen, ohne überwältigt oder bevormundet zu werden. Die Zusammenarbeit mit den jüdischen Gemeinden hat hierzu wichtige Impulse geliefert und dazu beigetragen, dass jüdisches Leben nicht nur als Teil der Vergangenheit, sondern als lebendiger Teil unserer Gegenwart wahrgenommen wird.
„Die Förderung jüdischen Lebens, die Bekämpfung von Antisemitismus, eine lebendige Erinnerungskultur und eine demokratische politische Bildung gehören für mich untrennbar zusammen. Die jüdischen Gemeinden bereichern unser gesellschaftliches, kulturelles und religiöses Leben. Sie können sich auf die verlässliche Unterstützung des Landes und die Sicherheit, ihren Glauben frei und ohne Angst leben zu können verlassen“, so die Bildungsministerin. „Die Zunahme antisemitischer Vorfälle in Deutschland erfüllt mich mit großer Sorge. Gerade deshalb braucht es eine klare politische Haltung. Wer Jüdinnen und Juden bedroht, beleidigt oder ausgrenzt, greift die Grundwerte unserer demokratischen Gesellschaft an. Dem müssen Demokratinnen und Demokraten entschieden entgegentreten.“