Eldetal: Inbetriebnahmefest für den Windpark Bütow II
Ines Jesse: „Erneuerbare Energien müssen sich für die Menschen vor Ort auszahlen“
Auf dem Inbetriebnahmefest des Windparks Bütow-Zepkow wurde heute in Eldetal (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) der Startschuss für weiteres Energieprojekt gegeben. Sechs neue, leistungsfähige Windkraftanlagen gehen an den Start.
„Der Windpark Bütow-Zepkow zeigt, welches Potenzial im Repowering steckt: Weniger Anlagen können künftig deutlich mehr erneuerbaren Strom erzeugen. Gleichzeitig werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gemeinden mit der Genehmigung eines individuellen Beteiligungskonzepts nach dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz an den Vorteilen des Projekts beteiligt. Mit dem neuen BüGem 2.0. haben wir zudem die Grundlage dafür geschaffen, um die Beteiligungen vor Ort künftig noch weiter zu stärken. Das schafft Akzeptanz für die erneuerbaren Energien“, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.
Am Standort Bütow betreibt die Enertrag SE seit mehr als 25 Jahren Windenergieanlagen. Im Rahmen des Repowerings werden 32 Altanlagen durch insgesamt 14 neue und leistungsstärkere Windenergieanlagen ersetzt. Zudem wurde im Zuge des Projektes in Röbel ein neues Umspannwerk errichtet und in Betrieb genommen.
Von dem Projekt profitieren die Menschen vor Ort. Für die Windenergieanlagen wird ein individuelles Beteiligungskonzept umgesetzt. Die Gemeinden Bütow, Eldetal, Fincken und Bollewick erhalten künftig eine finanzielle Beteiligung über die erzeugte Strommenge. Insgesamt entspricht dies für die ersten sechs Anlagen voraussichtlich rund 200.000 Euro pro Betriebsjahr.
Darüber hinaus können Haushalte in den Gemeinden Bütow und Eldetal einen Strompreisbonus erhalten. Dieser wird in Kooperation mit den Stadtwerken Malchow und der eueco GmbH über einen Grünstromtarif umgesetzt und kann pro Haushalt eine Entlastung von bis zu 500 Euro pro Jahr in Bütow und rund 100 Euro pro Jahr in Eldetal bedeuten.
„Mecklenburg-Vorpommern setzt auf einen klug ausgesteuerten Ausbau der erneuerbaren Energien. Unser Ziel ist, dass die Menschen und Kommunen im Land von dieser Entwicklung profitieren und mehr Wertschöpfung vor Ort entsteht. Dafür schaffen wir die Rahmenbedingungen – unter anderem durch die verpflichtende finanzielle Beteiligung von Gemeinden und Bürgerinnen und Bürgern an Windenergie- und Photovoltaikprojekten“, erklärte Staatssekretärin Jesse.
„Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Durchschnitt aktuell den günstigsten Strompreis für Neukunden. Das Land profitiert von den geringeren Netzentgelten, weil wir die erneuerbaren Energien ausbauen“, erklärte Staatssekretärin Jesse. Insbesondere die norddeutschen Länder, die bereits große Mengen erneuerbarer Energien in die Netze integriert haben, wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein haben sich auf Bundesebene erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte als Teil des Strompreises eingesetzt.