Neue Bundesförderung für IFZO an der Universität Greifswald

Interdisziplinäre Ostseeforschung an der Universität Greifswald geht erfolgreich in die Zukunft

Nr.133/26  | 30.06.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Großer Erfolg für Ostseeforschung in Mecklenburg-Vorpommern: Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) an der Universität Greifswald erhält für die kommenden vier Jahre 3,5 Mio. EUR vom Bundesministerium für Forschung,

Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Das IFZO bündelt an der Universität Greifswald Forschungsaktivitäten zum Ostseeraum und bietet Forschungs- und Transferstrukturen für innovative Forschungsfragen und gemeinsame Projekte aller Fachbereiche.

Nach erfolgreicher wissenschaftlicher Begutachtung wird das IFZO bis zum 31.05.2030 mit weiteren Bundesmitteln von mehr als 3,5 Mio. Euro gefördert. Mit dieser Anschlusszuwendung wurden seit dem Jahr 2019 insgesamt knapp 15,4 Mio. Euro durch das BMFTR bewilligt.

Mecklenburg-Vorpommern hatte zur Vorbereitung der neuen Projektphase 157.000 Euro bereitgestellt und fördert das Zentrum zudem bis 2030 im Rahmen der Zielvereinbarungen zwischen dem Land und der Universität Greifswald. Unter anderem ist daraus die interaktive Plattform „Sinnesmeer“zur maritimen Erinnerungskultur im Ostseeraum entstanden (http://sinnesmeer.ifzo.uni-greifswald.de/).

„Das IFZO hat sich zu einem internationalen Leuchtturm der Ostsee-bezogenen Forschung entwickelt. Auch das Land investiert in diesen Forschungsschwerpunkt gemeinsam mit dem Bund schon seit Jahren. Ich gratuliere der Universität und den Projektverantwortlichen von daher zu diesem verdienten Erfolg,“ sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin am Montag. „Die erneute Bewilligung des Bundes ist nicht nur für den Standort Greifswald wichtig. Die erfolgreiche Begutachtung zeigt auch, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern bezüglich der Ostseeforschung von den Naturwissenschaften bis hin zu den Geistes- und Sozialwissenschaften sehr gut aufgestellt sind.“

Im Mittelpunkt der Forschung des IFZO stehen Geschichte, Gegenwart und zukünftige Herausforderungen des Ostseeraums. Durch die Verbindung politischer, kultureller und ökologischer Fragestellungen verfügt das IFZO über ein Forschungsprofil, das in der deutschen Wissenschaftslandschaft einzigartig ist.

Das IFZO kooperiert mit zahlreichen Institutionen im Ostseeraum und darüber hinaus, wie zum Beispiel im Rahmen des Baltic Geopolitics Network mit der Universität Cambridge:

Landkarte der Kooperationen auf dem Geoportal des IFZO https://ifzo-gis.geo.uni-greifswald.de/portal/apps/experiencebuilder/experience/?id=968ac95848164104a21b947b7aa66c72

Unter der Leitung von Prof. Dr. Clemens Räthel werden alle Fachbereiche der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald, die sich mit der Ostsee befassen, eingebunden.