Schlichtungsversuche sind zum Großteil erfolgreich

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Die 120 Schiedsstellen mit ihren 229 ehrenamtlichen Schiedsleuten leisten hervorragendes.“

Nr.75/26  | 05.07.2026  | JM  | Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz

„Eine Erfolgsquote von 62,4 Prozent ist beachtlich. Das ist das Ergebnis der ehrenamtlichen Arbeit von 229 Schiedsleuten des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr. Damit reiht sich das Jahr 2025 in die letzten 20 Jahre ein, in denen es kaum ein Jahr gab, in dem die Einigungsquote bei den bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten bei unter 50 Prozent lag. Reden. Schlichten. Versöhnen. Das sind drei Worte, die die Schiedsleute in den 120 Schiedsstellen des Landes im Herzen tragen. Dafür danke ich ihnen“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

„Der Kampf am berühmten Maschendrahtzaun kann ein friedliches und nachhaltiges Ende finden. Das beweisen die Schiedsleute Woche für Woche. Fünf Anträge auf Schlichtung wurden im Schnitt pro Woche gestellt. Am Ende zeigt sich der Erfolg auch in der Statistik der Zivilgerichte in Mecklenburg-Vorpommern. Nur ein Prozent aller Verfahren vor den Amtsgerichten sind Verfahren um Streitigkeiten in der Nachbarschaft. Das ist auch ein Verdienst des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, sie leisten hervorragendes“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.

„Die Schiedsleute werden gerufen, wenn es sich um Ehrverletzung, Nachbarschaftsangelegenheiten und andere außergerichtliche Verfahren handelt. Von den 241 Anträgen auf Schlichtung waren im letzten Jahr 170 Mal beide Parteien zur Schlichtung angetreten. Das ist auch schon immer ein großer Erfolg. Denn hier werden die ersten Pflöcke für eine Einigung gesetzt. Von den 170 Verhandlungen endeten 106 mit Vergleichen. Das war im Jahr 2025 eine Quote von rund 62 Prozent“, lobt Justizministerin Bernhardt.