Drese: Abschlussbericht der Enquete-Kommission ist wichtige Grundlage für moderne und beteiligungsorientierte Jugendpolitik im Land
Anlässlich der Beratung des Abschlussberichtes der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ im Landtag hat Sozialministerin Stefanie Drese die fraktionsübergreifende Arbeit der Kommission gewürdigt und dazu aufgerufen, die erarbeiteten Empfehlungen als Grundlage für die Jugendpolitik der kommenden Legislaturperiode zu nutzen.
„Der Bericht macht deutlich, welche Weichen wir stellen müssen, damit junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen auf Teilhabe, Bildung, Gesundheit und Mitbestimmung erhalten“ betonte Drese. Als außergewöhnlich bezeichnete die Ministerin den Beteiligungsprozess „#mitmischenMV“, der die Arbeit der Kommission begleitet hat. „Junge Menschen standen nicht nur im Mittelpunkt der Beratungen, sondern konnten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Wünsche selbst einbringen. Dieses Beteiligungsformat war in seiner Form bislang einmalig“, so Drese.
Die Ministerin verwies darauf, dass zentrale Impulse der Enquete-Kommission bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht wurden. Dazu zählen das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz, das die Mitbestimmung junger Menschen auf kommunaler Ebene deutlich gestärkt hat, die Rückführung des Landesjugendamtes in die Zuständigkeit des Landes sowie zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
„Gerade die intensive Beteiligung junger Menschen zeigt: Jugendbeteiligung funktioniert und wird von jungen Menschen ausdrücklich gewünscht. Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen“, sagte Drese. Die Ministerin stellte heraus, dass nach Inkrafttreten des Jugendbeteiligungsgesetzes die Zahl der kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligungsgremien im Land von 20 auf derzeit rund gestiegen sei. „Ein Erfolg, der auch die Arbeit der Kommission widerspiegelt“, so Drese.
Mit Blick auf den Abschlussbericht sprach sich die Ministerin zudem dafür aus, die Entwicklung einer ressortübergreifenden Kinder- und Jugendstrategie für Mecklenburg-Vorpommern in der nächsten Legislaturperiode zu prüfen. „Die Empfehlungen der Enquete-Kommission bieten einen wichtigen Kompass für eine moderne und generationengerechte Politik. Jetzt kommt es darauf an, sie gemeinsam mit jungen Menschen Schritt für Schritt konkret mit Leben zu erfüllen“, sagte Drese.