Kunst aus dem Land wird weiter durch Ankauf gefördert

Ministerin Martin stellt diesjährigen Landeskunstankauf vor

Kulturministerin Bettina Martin und Iris vom Stein; Foto: Sabrina Scholz/WKM Details anzeigen
Kulturministerin Bettina Martin und Iris vom Stein; Foto: Sabrina Scholz/WKM
Kulturministerin Bettina Martin und Iris vom Stein; Foto: Sabrina Scholz/WKM
Kulturministerin Bettina Martin und Iris vom Stein; Foto: Sabrina Scholz/WKM
Nr.138/26  | 08.07.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Seit mehr als 30 Jahren kauft das Land Mecklenburg-Vorpommern Kunst von hiesigen Künstlerinnen und Künstlern und unterstützt so direkt die Kunstszene im Land. Kulturministerin Bettina Martin hat am Mittwoch (8. Juli 2026) den diesjährigen Kunstankauf in der Dokumentations- und Gedenkstätte Ehemaliges Stasi-Untersuchungsgefängnis in Rostock vorgestellt.

Dieser Ort ist deshalb gewählt, weil dort die Ausstellung „Ein Augen Blick“ der Wismarer Fotografin und Künstlerin Iris vom Stein zu sehen ist. Die ausgestellten Werke der Künstlerin sind Teil des diesjährigen Kunstankaufes und werden der Dokumentationsstelle als Dauerleihgabe des Landes zur Verfügung gestellt.

„Mit dem Ankauf von zeitgenössischer Kunst aus Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Land Künstlerinnen und Künstler und macht ihre Kunst sichtbar. In den vergangenen Jahrzehnten hat das Land so über eine Million Euro in die Kunst investiert“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Dieses Geld ist unmittelbar den Künstlerinnen und Künstlern in Mecklenburg-Vorpommern zu Gute gekommen. Der diesjährige Ankauf der Fotografien `Ein Augen Blick´ der Wismarer Künstlerin Iris vom Stein durch das Land ist eine besondere Entscheidung der Kommission. Denn die Fotografien stehen in direktem Zusammenhang mit der Dokumentations- und Gedenkstätte der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt in Rostock. Sie sind dort entstanden und werden auch zukünftig dort ausgestellt. Für mich sind diese Werke ein Symbol für die Kraft der Kunst, neue Perspektiven auf schwierige Themen zu eröffnen.”

Im Jahr 2026 standen für den Kunstankauf 52.000 Euro zur Verfügung. Die Kunstwerke werden von einer Kunstkommission gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern direkt in den Ateliers ausgewählt. Auf diese Weise wächst die Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern kontinuierlich und zählt inzwischen 5.000 Einzelarbeiten. Sie ist damit eine der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst im Land.

In den vergangenen Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt der Ankäufe auf Objektkunst und Installationen. Im Jahr 2026 werden acht Künstlerinnen und Künstler angekauft. Vertreten sind auch Newcomer wie Sally Frey mit seiner Installation „Spuren der Gewalt“, die aktuell bei der Landesweiten Kunstschau 2026 des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BBK MV) gezeigt wurde. Die weiteren Ankäufe wurden bei Künstlerinnen und Künstler getätigt, die sehr lange im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gewirkt haben und durch ihre Arbeit das künstlerische Profil des Landes geprägt haben: Barbara Wetzel, Ines Diederich, Annette Czerny, Tanja Zimmermann, Hans W. Scheibner und Takwe Kaenders.

Die Ausstellung von Iris vom Stein in Rostock zeigt Aufnahmen, die mit einer Camera opscura durch die Türspione der ehemaligen Zellentüren aufgenommen wurden. Die so entstandene besondere Sichtweise in die Zellen vermittelt ungewöhnliche Eindrücke die durch das kaum vorhandene Licht in den Zellen und die karge Ausstattung bestimmt sind.

Iris vom Stein lebt und arbeitet seit 2005 in Wismar. Sie ist Fotografin, Mediengestalterin und bildende Künstlerin. Ihr künstlerischer Schwerpunkt umfasst Fotografie, Performance, Installation sowie digitale Medien. Neben ihrer freischaffenden Tätigkeit engagiert sie sich seit vielen Jahren in der kulturellen Bildungsarbeit und in der Vermittlung fotografischer und gestalterischer Kompetenzen.

Die Dokumentations- und Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis in Rostock hat sich seit ihrer Gründung im Oktober 1999 zu einem zentralen Ort der Erinnerung, Information und politischen Bildung entwickelt. Nach einer umfassenden Sanierung zwischen 2017 und 2021 wurde die Gedenkstätte im Mai 2021 fertiggestellt und feiert in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen.

Anlagen

138 - Kunstankauf.pdf (PDF, 0,24 MB)

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Kulturministerin Bettina Martin und Iris vom Stein; Foto: Sabrina Scholz/WKM