Spatenstich für neues Büro- und Laborgebäude am DLR-Standort Neustrelitz

Maria Reulke Standortleiterin der DLR Region Ost, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt), Ministerin Bettina Martin, Dr. Jens Berdermann komm. Institutsleiter Institut für Solar-Terristische Physik; Foto Sabrina Scholz/WKM Details anzeigen
Maria Reulke Standortleiterin der DLR Region Ost, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt), Ministerin Bettina Martin, Dr. Jens Berdermann komm. Institutsleiter Institut für Solar-Terristische Physik; Foto Sabrina Scholz/WKM
Maria Reulke Standortleiterin der DLR Region Ost, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt), Ministerin Bettina Martin, Dr. Jens Berdermann komm. Institutsleiter Institut für Solar-Terristische Physik; Foto Sabrina Scholz/WKM
Maria Reulke Standortleiterin der DLR Region Ost, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt), Ministerin Bettina Martin, Dr. Jens Berdermann komm. Institutsleiter Institut für Solar-Terristische Physik; Foto Sabrina Scholz/WKM
Nr.139/26  | 08.07.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Mit dem Spatenstich am 8. Juli 2026 beginnt der Bau eines neuen Büro- und Laborgebäudes für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz. Der Neubau schafft neue, moderne Arbeits- und Forschungsbedingungen für das DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik und wird künftig den Standort als Zentrum für die Forschung zum Weltraumwetter weiter stärken.

„Mit dem Neubau schaffen wir am DLR-Standort Neustrelitz optimale Voraussetzungen für exzellente Forschung zum Weltraumwetter. Angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung satellitengestützter Technologien und vernetzter Infrastrukturen leisten die Arbeiten unserer Forschenden einen wichtigen Beitrag, um die Auswirkungen solarer Aktivitäten besser zu verstehen, Vorhersagen zu verbessern und damit den Schutz kritischen Infrastrukturen im All und auf der Erde zu stärken. Gleichzeitig investieren wir in einen leistungsfähigen Forschungsstandort, der auch künftig national und international Maßstäbe setzt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR.

„Mit einer Förderung in Höhe von 10 Millionen Euro für den Neubau am DLR-Standort Neustrelitz setzt das Land ein klares Zeichen für den DLR-Standort Neustrelitz“, sagt Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Die Forschung am DLR-Standort Neustrelitz ist von zentraler Bedeutung für unseren Alltag und unsere Sicherheit. Die Auswirkungen solarer Aktivität auf Satelliten, Navigationssysteme, Kommunikationsnetze oder kritische Infrastrukturen sind real und nehmen mit der zunehmenden Technologisierung unserer Gesellschaft weiter zu. Die Forschung des DLR hier in Neustrelitz leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, diese komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen, Risiken frühzeitig zu erkennen und belastbare Vorhersagemodelle zu entwickeln. Diese Arbeit ist von steigender Bedeutung angesichts der geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit.“ 

Zum Bauvorhaben

Der Neubau mit einem Erdgeschoss und zwei Obergeschossen wird künftig eine Gesamtfläche von rund 5.000 Quadratmetern umfassen. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen, der Einzug der Mitarbeitenden soll im Frühjahr 2029 erfolgen. Etwa 100 Mitarbeitende werden dort Platz finden.

Das Gebäude ist als nachhaltiges Holzhybridgebäude konzipiert. Die wesentlichen Tragstrukturen bestehen aus vorgefertigten Holzbauelementen. Im Verbund mit Stahlbetonfertigelementen bilden sie flexible und wandelbare Arbeitsbereiche für den Forschungsbetrieb am DLR-Standort Neustrelitz.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert den Neubau mit 10 Millionen Euro. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid übergab Wissenschaftsministerin Bettina Martin dem DLR am 5. März 2026. Mit dem heutigen Spatenstich beginnt nun die Umsetzung des Bauvorhabens.

Neubau stärkt Forschungsstandort Neustrelitz

Mit dem Neubau wird der DLR-Standort Neustrelitz gezielt weiterentwickelt. Neben dem DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik sind hier auch das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) sowie das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation ansässig. Die enge Zusammenarbeit der Institute stärkt Neustrelitz als bedeutenden Forschungs- und Innovationsstandort in den Bereichen Weltraumwetter, Erdbeobachtung, Kommunikations- und Navigationstechnologien sowie Maritime Sicherheit. Zudem betreibt das DLR im Rahmen der Nachwuchsförderung am Standort das DLR_School_Lab Neustrelitz. Hier vermitteln spannende Mitmach-Experimente – wie auch in den weiteren 16 DLR-Schülerlaboren – physikalisches Wissen und wecken zugleich das Interesse an Naturwissenschaften und Technik.

Der Baubeginn markiert einen weiteren Meilenstein für den Ausbau der wissenschaftlichen Infrastruktur des DLR in Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem neuen Gebäude werden die Voraussetzungen geschaffen, die Forschung zum Weltraumwetter langfristig auszubauen und den Forschungsstandort Neustrelitz im nationalen und internationalen Verbund weiter zu stärken.

Anlagen

139 - DLR.pdf (PDF, 0,25 MB)

dlr001.jpg (JPG, 3,76 MB)
Maria Reulke Standortleiterin der DLR Region Ost, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt), Ministerin Bettina Martin, Dr. Jens Berdermann komm. Institutsleiter Institut für Solar-Terristische Physik; Foto: Sabrina Scholz/WKM