Immaterielles Kulturerbe – Einladung zum Pressegespräch
Aufnahme von fünf Traditionen in bundesweites Verzeichnis
Am 16. Juli würdigen die Deutsche UNESCO-Kommission und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaanagelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern fünf lebendige Traditionen, die 2026 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden. Dazu gehören seit dem Frühjahr die Bolzplatzkultur, das Herrenschneiderhandwerk, die Martinstradition im Rheinland, die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland und die Traditionelle Kleine Küstenfischerei an der Ostseeküste und in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns. Die Urkunden zur Aufnahme in das Kulturerbe-Verzeichnis werden ab 11.00 Uhr bei einer Festveranstaltung im Schweriner Wichernsaal verliehen.
Im Vorfeld findet ab 10.00 Uhr im Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaanagelegenheiten sowie online ein Pressegespräch zum Immateriellen Kulturerbe in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland statt. Teilnehmen werden die Kulturministerin des Landes Bettina Martin, der Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission Christoph Wulf sowie Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Kulturformen.
Zum Immateriellen Kulturerbe zählen mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken ebenso wie Wissen und Können aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Feste. Insgesamt 173 Einträge im Bundesweiten Verzeichnis zeugen heute von der Vielfalt des kulturellen Lebens in Deutschland.
Ort und Zeit
Donnerstag, 16. Juli 2026
Pressegespräch, 10.00 Uhr
Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaanagelegenheiten, Schloßstraße 6-8, 19053 Schwerin sowie remote online
Festveranstaltung, 11.00 Uhr
Wichernsaal im Forum Diakonie, Körnerstraße 7, 19055 Schwerin
Anmeldung
Die Veranstaltung ist medienöffentlich. Um Anmeldung zum Pressegespräch wird gebeten bis zum 14. Juli per E-Mail an presse@wkm.mv-regierung.de. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Link für die Teilnahme per Webex.
Pressegespräch
Beginn, 10.00 Uhr
Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission
Tobias Moos, Bolzplatzkultur
Martin Schlockwerder, Kleine Küstenfischerei an der Ostseeküste und in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns
Hintergrund
Das Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes wurde 2003 von der Generalkonferenz der UNESCO in Paris verabschiedet. Bis heute haben 185 Staaten den Vertrag ratifiziert. Deutschland ist seit 2013 Vertragspartner.
Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt kreative, inklusive und innovative Kulturformen. Es zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. Vorschläge für Neuaufnahmen werden zunächst vom Fachkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission geprüft und anschließend in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt.
Die Einträge aus den nationalen Verzeichnissen der Vertragsstaaten können für eine von drei internationalen UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen werden. So wurden unter anderem bereits die Saunakultur in Finnland, der Reggae aus Jamaika und das Hebammenwesen zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Insgesamt verzeichnet Deutschland derzeit zehn Einträge auf den UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes.
Weitere Informationen
Bundesweites Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes
Kontakt
Deutsche UNESCO-Kommission
Timm Nikolaus Schulze
Pressesprecher
Telefon: +49 228 604 97-142
E-Mail: schulze@unesco.de
Deutsche UNESCO-Kommission
Peter Martin
Stellvertretender Pressesprecher
Telefon: +49 30 80 20 20-310
E-Mail: martin@unesco.de
Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern
Christian Moeller
Pressereferent
Telefon: +49 385 588 18921
E-Mail: christian.moeller@wkm.mv-regierung.de