Ypsomed unterstützt Fachkräfteausbildung im Land

Bildungsministerin Simone Oldenburg nimmt in Schwerin Industrieanlage in Betrieb

Nr.116-26  | 09.07.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Das Regionale Berufliche Bildungszentrum Technik der Landeshauptstadt Schwerin hat seine Ausstattung erweitert. Schülerinnen und Schüler im Ausbildungsberuf „Technologin/Technologe für Kunststoff- und Kautschuktechnik“ können jetzt an einer Anlage die Kunststoffverarbeitung erlernen. Übergeben wurde sie vom Medizintechnikunternehmen Ypsomed. Die vollelektrische Maschine ist für die hochpräzise Verarbeitung von Kunststoffteilen vorgesehen. Durch den Verzicht auf Hydraulik arbeitet sie besonders sauber, leise und sparsam. 

„Die neue Spritzgussmaschine ist weit mehr als eine moderne technische Anlage. Sie steht für das Vertrauen eines Unternehmens in den Bildungsstandort Mecklenburg-Vorpommern und für eine Partnerschaft, von der alle profitieren: die Auszubildenden, die Schule und die Wirtschaft“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg in ihrer Funktion als stellvertretende Ministerpräsidentin bei der symbolischen Inbetriebnahme. „Wenn Unternehmen, Schulen, Kammern und Kommunen an einem Strang ziehen, entstehen hervorragende Ausbildungsbedingungen. Genau das erleben wir am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Technik in Schwerin.“ 

Nach Oldenburgs Worten macht die neue Spritzgussmaschine den Berufsschulstandort attraktiver. „Besonders freue ich mich, dass damit die Landesfachklasse für Kunststoff- und Kautschuktechnologie in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestärkt wird. Sie konnte mit Beginn dieses Schuljahres neu gebildet werden. Die Azubis lernen künftig an einer Maschine, die auch in modernen Industriebetrieben eingesetzt wird. Das erleichtert den Übergang in den Beruf und sichert Unternehmen qualifizierte Fachkräfte“, so die Bildungsministerin. Mit der Spritzgussmaschine können Chips für Einkaufswagen hergestellt werden. Dazu wird das Kunststoffgranulat auf 230 Grad erhitzt und in die entsprechende Form gepresst. Vier Chips können gleichzeitig produziert werden. 

Im kommenden Schuljahr erwartet das Regionale Berufliche Bildungszentrum Technik zehn neue Berufsschülerinnen und -schüler. „Zusammen mit den derzeit 17 Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr wird die Maschine von Beginn an intensiv in die Ausbildung eingebunden. Durch die praxisnahe Ausbildung trägt sie zur Fachkräftesicherung bei“, sagte Oldenburg. 

Die Bildungsministerin dankte dem Unternehmen Ypsomed für die Partnerschaft und das finanzielle Engagement: „Wer in Ausbildung investiert, investiert in die Zukunft unseres Landes. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie wirtschaftliche Verantwortung und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken können. Ich wünsche den Auszubildenden viel Neugier und Erfolg beim Lernen mit der neuen Technik und allen Partnern weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Solche Kooperationen machen Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschafts- und Bildungsstandort stark.“