Martin begrüßt Einigung zur BAföG-Reform
Studium darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen
Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat die Einigung zur BAföG-Reform begrüßt. Die Regierungskoalition im Bund hatte sich am Donnerstag auf eine umfassende Reform des BAföG geeinigt. Demnach wird die Wohnkostenpauschale von derzeit 380 auf 440 Euro erhöht. Eine Erhöhung des Bedarfssatzes von jetzt 475 Euro auf den Regelsatz der Grundsicherung von 563 Euro soll in zwei Schritten bis zum Sommersemester 2029 erfolgen.
„Endlich! Es ist gut, dass die Bundesregierung sich nun endlich einig ist und die eigentlich längst vereinbarte BAföG-Reform nun auf die Schiene setzt. Die Studierenden, deren Eltern sich das Studium ihrer Kinder nicht leisten können, sind dringend auf diese Reform angewiesen. Es ist auch dem Druck der Bundesländer zu verdanken, dass die Reform– wenn leider auch mit zeitlicher Verzögerung – kommt. Bedauerlich ist es, dass die Reform erst ein halbes Jahr später umgesetzt wird“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Schon jetzt geben Studierende rund 53 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten aus. Sie sind dringend auf die Erhöhung der Wohnkostenpauschale angewiesen. Ein Studium darf kein Luxusgut sein, das sich junge Menschen nur mit wohlhabenden Eltern leisten können. Ausdrücklich ist zu begrüßen, dass auch die Verfahren entbürokratisiert werden. Auch das wird zu einer besseren Inanspruchnahme führen. Deutschland braucht gut ausgebildete Akademikerinnen und Akademiker als hochqualifizierte Arbeitskräfte und für Wissenschaft und Forschung. Die Ausbildung darf nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern.“