Erntebrände verhindern: Backhaus ruft zu besonderer Vorsicht auf

Nr.222/2026  | 13.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen erhöhen derzeit die Gefahr von Erntebränden in Mecklenburg-Vorpommern erheblich. Mit Beginn der Getreideernte ist es bereits zu mehreren Bränden auf Feldern gekommen. Dabei entstand erheblicher Sachschaden, zwei Personen mussten kurzzeitig medizinisch versorgt werden und Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser vorübergehend verlassen.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus appelliert deshalb an Landwirte, Lohnunternehmen, aber auch an die Bevölkerung, besondere Vorsicht walten zu lassen.

„Die Ernte ist der Höhepunkt eines ganzen Arbeitsjahres. In wenigen Wochen bringen unsere Landwirtinnen und Landwirte ein, wofür sie viele Monate gearbeitet haben. Umso schmerzlicher ist es, wenn innerhalb weniger Minuten ein Feuer Maschinen, Ernte oder sogar Menschenleben gefährdet. Gerade bei der derzeitigen Trockenheit reicht oft schon ein kleiner Funke – etwa durch einen Stein im Mähwerk oder ein heiß gelaufenes Lager –, um einen Flächenbrand auszulösen. Deshalb muss jetzt jeder seinen Beitrag leisten, um Brände zu verhindern“, sagte Backhaus.

Der Minister dankte zugleich den Feuerwehren und allen weiteren Einsatzkräften, die in den vergangenen Tagen unter schwierigen Bedingungen schnell und professionell gegen die Brände vorgegangen sind.

„Die Einsätze zeigen einmal mehr, wie leistungsfähig unsere Feuerwehren sind. Mein Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die oft unter großer Hitze und schwierigen Bedingungen Menschen, Ernten und Sachwerte schützen.“

Längere Trockenperioden und zunehmende Hitze infolge des Klimawandels erhöhen das Risiko von Vegetations- und Erntebränden. Umso wichtiger seien eine gute Vorbereitung und konsequente Vorsorge.

„Jeder erfolgreich eingebrachte Hektar sichert regionale Lebensmittel und ist das Ergebnis harter Arbeit. Erntebrände sind deshalb nicht nur ein Problem der Landwirtschaft, sondern betreffen uns alle. Vorsorge schützt Ernten, Existenzen und unsere Versorgung mit heimischen Lebensmitteln.“

Die Landwirtschaft setzt seit vielen Jahren auf bewährte Maßnahmen, um das Brandrisiko so gering wie möglich zu halten. Entscheidend sind eine sorgfältige Vorbereitung, regelmäßige Wartung der Technik und eine enge Abstimmung mit den örtlichen Feuerwehren.

So lassen sich Erntebrände vermeiden:

  • Erntemaschinen regelmäßig reinigen und warten, insbesondere heiße oder staubanfällige Bereiche.
  • Tägliche Reinigung der Maschinen während der Ernte – beispielsweise mit akkubetriebenen Laubbläsern.
  • Feuerlöscher auf jeder Erntemaschine mitführen sowie möglichst ein wassergefülltes Fass oder Güllefass am Feldrand bereithalten.
  • Striktes Rauchverbot bei Erntearbeiten, beim Betanken sowie beim Strohtransport – auch in geschlossenen Fahrzeugkabinen.
  • Erntearbeiten mit der örtlichen Feuerwehr abstimmen, insbesondere bei größeren Schlägen oder schwierigen Einsatzbedingungen.
  • Keine Fahrzeuge auf abgeernteten Feldern oder trockenen Stoppelflächen abstellen, da heiße Fahrzeugteile Brände auslösen können.

Darüber hinaus empfiehlt das Ministerium, Erntemaschinen mindestens einmal jährlich einer gründlichen Wartung in einer Fachwerkstatt zu unterziehen sowie vor und nach der Erntesaison einen umfassenden Sicherheitscheck durchführen zu lassen.

„Brände lassen sich niemals vollständig ausschließen. Mit einer guten Vorbereitung, technisch einwandfreien Maschinen und einem umsichtigen Verhalten können wir das Risiko jedoch deutlich verringern. Jede verhinderte Brandentstehung schützt Menschen, Tiere, Ernten und unsere Umwelt“, so Minister Backhaus abschließend.