Mehr als 800 digitalisierte Verwaltungsleistungen im MV-Serviceportal
Seit Anfang Juli stehen im MV-Serviceportal erstmals mehr als 800 digitale Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zur Verfügung. Damit erreicht Mecklenburg-Vorpommern einen weiteren Meilenstein bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und macht einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen, bürgernahen und leistungsfähigen Verwaltung.
Neben bereits bestehenden digitalen Leistungen, etwa der Ummeldung nach einem Umzug, der Anerkennung einer Behinderung, der Beantragung von Elterngeld oder der digitalen Einreichung eines Bauantrags, kann nun beispielsweise auch die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen für Ärztinnen und Ärzte vollständig digital beantragt werden.
Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärt: „Über 800 digitale Verwaltungsleistungen sind ein großer Erfolg. Unser Anspruch geht aber weiter: Digitalisierung bedeutet für uns nicht, bestehende Formulare lediglich ins Internet zu stellen. Wir wollen Verwaltungsverfahren schneller, bürgernäher und wirtschaftsfreundlicher gestalten – und das komplett medienbruchfrei. Deshalb arbeiten wir daran, dass Nachweise, die der Verwaltung bereits vorliegen, nach dem Once-Only-Prinzip künftig bei weiteren Verwaltungsvorgängen auch mit anderen Behörden nicht nochmals eingereicht werden müssen. Gleichzeitig wollen wir gemeinsam mit den Kommunen digitale Verwaltungsleistungen flächendeckend verfügbar machen. Jeder medienbruchfreie Online-Antrag entlastet nicht nur die Antragstellenden, sondern auch die Beschäftigten in unseren Behörden und stärkt so die Handlungsfähigkeit der Verwaltung.“
Die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Fachliche Anforderungen, technische Umsetzung, Nutzerfreundlichkeit und organisatorische Abläufe müssen eng aufeinander abgestimmt werden. Gerade bei komplexen Verfahren ist dieses Zusammenspiel entscheidend, damit aus einer Verwaltungsleistung ein praxistauglicher und medienbruchfreier Online-Antrag entsteht.
Ein Beispiel hierfür ist die neu hinzugekommene digitale Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen für Ärztinnen und Ärzte. Bei der Entwicklung haben die Stabsstelle Digitalisierung des Ministeriums für Finanzen und Digitalisierung sowie das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern eng zusammengearbeitet. Das Verfahren zeigt, wie durch gemeinsame Standards und eine enge Zusammenarbeit moderne Verwaltungsleistungen entstehen, die Verfahren beschleunigen, Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft entlasten und zugleich einen Beitrag zur Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte leisten.