Mensa Süd in Rostock wird neu gebaut –Land investiert 23 Mio.€
Ministerin Martin sagt Finanzierung aus dem Sondervermögen zu
Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat am Freitag dem Studierendenwerk Rostock-Wismar die Förderung des Neubaus der Mensa Süd an der Universität Rostock in Höhe von 23 Millionen EUR aus dem Sondervermögen des Bundes zugesagt. „Der Neubau für die Mensa Süd kommt. Das aktuelle Mensagebäude ist schwer sanierungsbedürftig. Es muss dringend ersetzt werden. Hier können wir nun die Mittel aus dem Sondervermögen sehr sinnvoll einsetzen. Denn eine gute Essensversorgung ist wichtig für die Studierenden ebenso wie für die Uni-Beschäftigten. Und natürlich profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger von dem preiswerten Mittagstisch in der Mensa“, sagte Ministerin Martin.
Mit der Zusage über die Förderung geht das Studierendenwerk Rostock-Wismar jetzt in die konkrete Planungsphase sowohl für eine Übergangslösung für das abzureißende Mensagebäude als auch für den Neubau der Mensa. Als erster Schritt erfolgt eine Container-Interims-Mensa auf dem Parkplatz südlich der Albert-Einstein-Straße zu errichten.
„Aus den 1,92 Milliarden, die Mecklenburg-Vorpommern aus dem Sondervermögen zur Verfügung stehen, wird das Land 150 Millionen Euro in die Infrastruktur von Wissenschaft und Forschung investieren. Dazu gehören auch die Mensen“, sagte Martin. „Diese Förderung aus dem Sondervermögen ist Teil des MV-Plans. Zu einem guten Studium gehört auch ein gutes Studienumfeld. Eine Mensa ist auch ein wichtiger Begegnungs- und Kommunikationsort einer Hochschule. Dort treffen sich Studierende aller Fachrichtungen und tauschen sich aus. Deshalb ist heute ein guter Tag für derzeitige und künftige Studierende der Universität Rostock.“
„Die Mensa Süd ist für viele Studierende weit mehr als ein Ort zum Essen – sie ist ein zentraler Treffpunkt des Campuslebens“, sagte Kai Hörig, Geschäftsführer des Studierendenwerkes Rostock-Wismar. „Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Standort fit für die Zukunft machen. Mit der Förderung des Landes können wir die Voraussetzungen schaffen, um die Studierenden auch während der Bauphase zuverlässig zu versorgen und anschließend eine moderne Mensa zu eröffnen, die den Anforderungen eines wachsenden Hochschulstandorts gerecht wird. Wir freuen uns sehr über dieses starke Signal und darauf, das Projekt nun gemeinsam mit allen Beteiligten weiter voranzubringen.“
Die bisherige Mensa entspricht nach fast 27 Jahren nicht mehr den aktuellen bauordnungsrechtlichen Anforderungen, insbesondere im Brand-, Arbeits- und Hygieneschutz. Eine vorgelegte Machbarkeitsstudie hatte darüber hinaus bestätigt, dass neben dem Austausch der Bandspülmaschine umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Gebäude erforderlich sind. Festgestellt wurden ebenso gravierende Feuchtigkeitsschäden im Bereich der Spül- und Produktionsküche sowie im Technikbereich des Untergeschosses. Hinzu treten funktionale Defizite in der Raumaufteilung, insbesondere in Sozial- und Lagerbereichen.
Die Errichtung einer Übergangslösung und der Neubau eines Mensagebäudes hat sich dabei als die wirtschaftlichste Variante herausgestellt. Nach bisheriger Planung soll die neue Mensa im Jahr 2030 in Betrieb gehen.