Land gibt grünes Licht für Digitalpakt 2.0

Oldenburg: Die Digitalisierung der Schulen geht voran

Nr.125-26  | 17.07.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Mecklenburg-Vorpommern macht den Weg für die weitere Digitalisierung der Schulen frei. Bildungsministerin Simone Oldenburg hat die Bund-Länder-Vereinbarung zum Digitalpakt 2.0 unterzeichnet. Erst mit der Zustimmung aller Länder kann der Digitalpakt 2.0 anlaufen. Der Bund stellt insgesamt bis zu 2,5 Milliarden Euro bereit. Die Länder erbringen den gleichen Anteil. Mecklenburg-Vorpommern erhält vom Bund 42,1 Millionen Euro für Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur. Die Bundesmittel stehen bis zum Jahr 2033 für die weitere Digitalisierung der Schulen zur Verfügung. 

„Mit dem DigitalPakt Schule haben unsere Schulen einen großen Innovationsschub erhalten. Dieses Infrastrukturprogramm war eine große finanzielle Unterstützung für die Kommunen, die Landkreise und die freien Schulen in ihrer Funktion als Schulträger“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Aber Digitalisierung der Schulen ist eine Daueraufgabe. Sie geht weiter und wird an den technologischen Fortschritt angepasst. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler unter modernen Bedingungen lernen und Lehrkräfte zeitgemäß unterrichten können. Mit dem Digitalpakt 2.0 stehen dem Land und den Schulträgern weitere Mittel für Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur zur Verfügung“, betonte Oldenburg. 

Der Digitalpakt 2.0 baut auf drei miteinander verzahnten Handlungssträngen auf. Handlungsstrang I umfasst die Weiterentwicklung der digitalen Bildungsinfrastruktur. Handlungsstrang II nimmt die digitale Schul- und Unterrichtsentwicklung in den Blick. Handlungsstrang III stellt die Lehrkräftebildung in den Mittelpunkt. Die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ will angehende und aktive Lehrkräfte in Bezug auf digitales und digital gestütztes Unterrichten weiter stärken. 

In Mecklenburg-Vorpommern sollen die Investitionsmittel für zwei Schwerpunkte eingesetzt werden: Zum einen geht es um digitale Bildungsmedien, Unterrichtssoftware und Systeme zur Bereitstellung digitaler Inhalte. Zum anderen sollen Mindeststandards bei der Ausstattung von LAN-, WLAN-Netzen sowie digitalen Anzeige- und Arbeitsgeräten erreicht werden. Darüber hinaus werden schulgebundene mobile Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte angeschafft, die im Unterricht und in der Schule genutzt werden. 

„Digitale Bildung ist weit mehr als Technik. Entscheidend ist, dass Lehrkräfte digitale Möglichkeiten didaktisch sinnvoll einsetzen können und Schülerinnen und Schüler lernen, sich sicher, verantwortungsvoll und kompetent in einer digitalen Welt zu bewegen. Genau dafür schafft der Digitalpakt 2.0 die Voraussetzungen. Bei der Mittelvergabe ist ein unbürokratisches Verfahren vorgesehen“, so die Bildungsministerin weiter. 

Im nächsten Schritt erarbeitet das Land die landesrechtlichen Regelungen für die Förderung. Die Förderrichtlinie entsteht in enger Abstimmung mit den Kommunen, Landkreisen und Vertretungen der freien Schulen als Schulträger. Die Gespräche darüber haben bereits begonnen. 

„Der Digitalpakt 2 ist eine echte Investition in unsere Schulen. Mit den zusätzlichen Mitteln sorgen wir für die digitale Entwicklung in den nächsten Jahren und sichern moderne Bildung und gute Lernbedingungen an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Oldenburg.