Spatenstich Radweg Torgelow - Liepgarten
Jesse: „Wir stärken die Mobilität für die Menschen vor Ort und unsere Gäste“
Torgelow. Mit dem ersten Spatenstich hat heute offiziell der Ausbau des Radwegs zwischen Torgelow und Liepgarten begonnen. Das rund acht Kilometer lange Vorhaben wird mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Stadt und Land“ finanziert. Mit dem Ausbau des Radwegs entsteht eine attraktive und sichere Verbindung zwischen Torgelow, Liepgarten und dem Mittelzentrum Ueckermünde.
„Mit jedem neuen und besser ausgebauten Radweg erhöhen wir die Verkehrssicherheit und stärken zugleich die Mobilität der Menschen vor Ort. Der Ausbau der Strecke zwischen Torgelow und Liepgarten ist ein weiterer wichtiger Baustein für ein sicheres und attraktives Radwegenetz in Mecklenburg-Vorpommern. Davon profitieren die Menschen im Alltag ebenso wie Gäste, die unsere Region mit dem Fahrrad entdecken“, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit beim heutigen Spatenstich.
Der bestehende Radweg entlang der Kreisstraße VG 75 wird grundlegend erneuert. Das verbessert die Erreichbarkeit zwischen Torgelow und Ueckermünde deutlich und erhöht die Sicherheit für Radfahrende auf dieser Strecke. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die touristische Infrastruktur in der Haff-Region. Attraktionen wie das Ukranenland in Torgelow oder das Seebad Ueckermünde werden künftig noch besser mit dem Fahrrad erreichbar sein. Der Radtourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern. Nach der Radverkehrsuntersuchung Mecklenburg-Vorpommern 2020–2022 beträgt der jährliche Bruttoumsatz des Radtourismus im weiteren Sinne rund 1,26 Milliarden Euro.
Staatssekretärin Jesse: „Mecklenburg-Vorpommern gehört beim Ausbau straßenbegleitender Radwege zu den führenden Bundesländern. Diesen Weg setzen wir konsequent fort – es gibt noch viel zu tun, auch wenn Mecklenburg-Vorpommern schon heute im Ausstattungsgrad an Bundes- und Landesstraßen deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.“
Von 2015 bis 2025 wurden vom Land mehr als 105 Millionen Euro in Radwege an Bundesstraßen und mehr als 86 Millionen Euro in Radwege an Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern investiert.
Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit unterstützt Kreise und Gemeinden bei Investitionen in ihre Radverkehrsinfrastruktur. Allein in den Jahren 2024 und 2025 stellte das Land mehr als 52,5 Millionen Euro Fördermittel für den Neu- und Ausbau kommunaler Radwege bereit.
Im Bundesprogramm Stadt und Land wurden in Mecklenburg-Vorpommern pro Kopf mehr straßenbegleitende Radwege realisiert als in jedem anderen Bundesland.
Mit dem Landesradnetz Mecklenburg-Vorpommern schafft das Land ein modernes, sicheres und attraktives Radwegenetz. Die im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung bis Mitte Juni 2026 eingegangenen mehr als 500 Hinweise werden aktuell ausgewertet.
Im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat der Radverkehr mit 17,4 Prozent den höchsten Anteil an allen Wegen unter den Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.