Mecklenburg-Vorpommern bundesweit Spitze bei Kassen-Nachschauen
Im Jahr 2025 haben die Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 796 Kassen-Nachschauen durchgeführt. Bezogen auf den Gesamtbetriebsbestand entspricht dies einer Nachschauquote von 0,65 Prozent. Damit lag Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich an der Spitze.
Auch im laufenden Jahr setzt die Steuerverwaltung ihren konsequenten Kurs fort. Für 2026 wurde ein Orientierungswert von 831 Kassen-Nachschauen festgelegt. Dies entspricht einer Nachschauquote von 0,68 Prozent bezogen auf den Gesamtbetriebsbestand des Landes.
Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärt dazu: „Unsere Steuerverwaltung arbeitet engagiert und erfolgreich für mehr Steuergerechtigkeit. Dass Mecklenburg-Vorpommern bei den Kassen-Nachschauen bundesweit an der Spitze steht, zeigt: Wir nutzen dieses Instrument konsequent. Ehrliche Unternehmen dürfen nicht benachteiligt werden, weil sich einzelne durch Steuerbetrug Wettbewerbsvorteile verschaffen wollen.“
Kassen-Nachschauen sind ein wirksames Instrument zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, insbesondere in bargeldintensiven Branchen. Sie ermöglichen es der Finanzverwaltung, die Ordnungsmäßigkeit von Kassenaufzeichnungen unangekündigt zu überprüfen und Manipulationen frühzeitig aufzudecken.
Der Minister begrüßt zugleich den von der Bundesregierung vorgelegten Aktionsplan zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität. Dieser sieht unter anderem eine bundesweite Registrierkassenpflicht sowie weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerbetrug und zur Stärkung der Steuerfahndung vor. Zugleich setzt der Aktionsplan auf eine Vereinfachung des Steuerrechts durch mehr Typisierung und Pauschalierung.
„Der Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität setzt ein wichtiges Signal: Härte gegenüber Steuerkriminalität und Entlastung für die Ehrlichen gehören zusammen. Besonders wichtig finde ich den geplanten Schritt zu mehr Typisierung und Pauschalierung. Ein einfacheres Steuerrecht schafft Akzeptanz, spart Zeit und stärkt das Vertrauen in unseren Staat“, sagt Minister Dr. Geue.