Kühlungsborn: Land zeichnet Tourismusstandorte an der Ostseeküste aus
Jochen Schulte: „Mit hohen Qualitätsstandards, erfolgreicher Zusammenarbeit und gezielten Förderungen stärken wir den Tourismus in unserem Land“
Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute das Seebad Kühlungsborn, die Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg und Umlandgemeinden sowie die Tourismusorte Biendorf und Am Salzhaff ausgezeichnet.
„Mit den staatlichen Anerkennungen setzen wir ein sichtbares Zeichen für die hohe Qualität des touristischen Angebots und das große Engagement der Gemeinden. Sie zeigen zugleich, dass die Kommunen kontinuierlich in ihre touristische Infrastruktur investieren und ihre Entwicklung strategisch vorantreiben. Davon profitieren die Gäste in unserem Land ebenso wie die Menschen vor Ort“, so Staatssekretär Schulte.
Mit der erneuten Anerkennung als Seebad wird bestätigt, dass Kühlungsborn auch nach 30 Jahren sämtliche Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern erfüllt. Dazu zählen unter anderem die hervorragende Lage an der Ostsee, eine ausgezeichnete Badewasserqualität, eine leistungsfähige touristische Infrastruktur sowie vielfältige Gesundheits-, Freizeit- und Erholungsangebote.
„Kühlungsborn gehört zu den touristischen Aushängeschildern Mecklenburg-Vorpommerns und entwickelt seine Angebote kontinuierlich weiter. Diese Entwicklung unterstützen wir mit gezielten Investitionen in die touristische Infrastruktur und die Unternehmen vor Ort. So schaffen wir neue Arbeitsplätze und stärken die wirtschaftliche Entwicklung in der Region nachhaltig“, sagte Staatssekretär Schulte.
Mit der erneuten Anerkennung als Seebad bestätigt das Land die hohe Qualität Kühlungsborns als Tourismusstandort. Seit 1990 wurden dort 34 touristische Infrastrukturmaßnahmen – von Strandaufgängen über Erschließungsstraßen bis hin zur Errichtung eines Konzertgartens - mit rund 27,4 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommen 66 Projekte mit einer gewerblichen Förderung in Höhe von rund 41,6 Millionen Euro, die Investitionen von über 151 Millionen Euro ermöglicht haben.
Erstmals wurde zudem die Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg und Umlandgemeinden staatlich anerkannt. Sie umfasst die Städte und Gemeinden Kühlungsborn, Rerik, Bad Doberan, Kröpelin, Nienhagen, Börgerende-Rethwisch, Bastorf, Wittenbeck und Steffenshagen. Grundlage der Anerkennung ist die enge interkommunale Zusammenarbeit, die in den vergangenen Jahren unter anderem mit einem gemeinsamen Tourismuskonzept, der Küstenkarte und dem digitalen Urlaubsbegleiter „Küsten Guide“ weiter ausgebaut wurde. „Die Anerkennung als Tourismusregion würdigt eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Gemeinsames Marketing, abgestimmte Angebote und eine enge Kooperation schaffen einen echten Mehrwert für Gäste und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region“, sagte Staatssekretär Schulte.
Auch die Gemeinden Biendorf und Am Salzhaff erhielten erstmals die staatliche Anerkennung als Tourismusorte. Beide Kommunen verfügen über attraktive Natur- und Erholungsangebote, gut ausgebaute Rad- und Wanderwege sowie vielfältige Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten und erfüllen damit die Anforderungen des Kurortgesetzes. „Biendorf und Am Salzhaff haben ihre touristischen Potenziale in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Mit der Anerkennung erhalten beide Gemeinden eine Auszeichnung für ihre bisherige Arbeit und zugleich Rückenwind für ihre weitere touristische Entwicklung“, betonte Staatssekretär Schulte.
Mit der im Juni beschlossenen Novellierung des Kurortgesetzes werden die Qualitätsstandards für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte weiterentwickelt. Künftig werden Anerkennungen grundsätzlich für maximal 15 Jahre erteilt und neue Anerkennungsarten wie das See- und Thalassoheilbad sowie das Seebad mit Kurbetrieb eingeführt. Gleichzeitig werden die Anforderungen an Tourismusorte und Tourismusregionen weiter erhöht, um die hohe Qualität der touristischen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu sichern. Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern 76 Kur- und Erholungsorte, 50 Tourismusorte sowie vier Tourismusregionen staatlich anerkannt.