Land und Hansestadt Anklam bekräftigen gemeinsame Verantwortung für die Zukunft des Theaters

Gemeinsame Erklärung zur Entwicklung des Theaterareals unterzeichnet

Nr.43-26  | 27.07.2026  | FM  | Ministerium für Finanzen und Digitalisierung

Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung haben das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Anklam heute ein deutliches Signal für die Zukunft des Theaterstandortes Anklam gesetzt. Die Unterzeichnenden bekräftigen ihre Bereitschaft, nicht nur die Sanierung des Theaters, sondern die Entwicklung des gesamten Theaterareals gemeinsam weiter voranzubringen und die Voraussetzungen für die Umsetzung eines umfassenden städtebaulichen Gesamtvorhabens zu schaffen.

Basierend auf den bisherigen Planungen werden die Gesamtkosten für die Sanierung des Theaters auf rund 16 Millionen Euro geschätzt. Hierzu hatte das Land bereits Anfang des Jahres Mittel in Höhe von acht Millionen Euro Aussicht gestellt. Mit der gemeinsamen Erklärung werden  Land, Bund und die Stadt Anklam diese kulturpolitische Entwicklung aber über das eigentliche Theater hinaus auf das gesamte Theaterarreal im Rahmen der Städtebauförderung erweitern. Die notwendigen Eigenanteile werden kommunal abgesichert, wofür sich insbesondere die Hansestadt Anklam engagiert.

Das Theater der Hansestadt Anklam im ehemaligen Schützenhaus ist die Hauptspielstätte der Vorpommerschen Landesbühne und mit den weiteren Spielstätten in Barth, Heringsdorf, Wolgast und Zinnowitz ein bedeutender kultureller Ankerpunkt für die Region Vorpommern. Es prägt die kulturelle Identität der Region, stärkt die kulturelle Bildung und ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns.

Durch die Aufnahme in die Städtebauförderung soll nicht nur das Theater langfristig gesichert werden. Vielmehr soll über den reinen Theaterbau hinaus das gesamte Areal städtebaulich entwickelt, aufgewertet und dadurch die Attraktivität der Hansestadt Anklam sowie der gesamten Region nachhaltig gestärkt werden. Vorgesehen sind die Sanierung des historischen Theatergebäudes an der Leipziger Allee, der Abriss und Neubau der Hallen und Werkstätten, die Neugestaltung des Innenhofes sowie die Erneuerung der technischen Infrastruktur.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärte: „Das Theater Anklam ist weit mehr als ein Kulturstandort. Es ist ein Identifikationsort für die Menschen in Vorpommern und ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der Region. Mit der heutigen Erklärung schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um die Sanierung des Theaterareals voranzubringen. Das Land steht an der Seite der Hansestadt Anklam, damit das Theater auch künftig ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und regionale Entwicklung bleibt.“

Zitat Minister Pegel: 
„Städtebauförderung wirkt am stärksten dort, wo sie Identität bewahrt und Zukunft ermöglicht. Die Modernisierung des Theaters ist deshalb nicht nur eine Investition in das Gebäude selbst, sondern auch in die Entwicklung der Hansestadt Anklam. Wir geben damit den Impuls, diesen gewachsenen Ort weiterzudenken und somit dauerhaft als Teil der lebendigen Stadtstruktur zu sichern.“

Zitat Staatssekretärin Bowen:
„Die Vorpommersche Landesbühne mit ihrem Standort in Anklam ist ein wichtiger Ort der Kulturszene in der Region. Es schafft kulturelle Identität und bereichert das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Vorpommern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert ganz bewusst in den Standort, um auch abseits der großen Städte den Menschen kulturelle Angebote anzubieten.“