Kompetenzzentrum Ökowertpapiere: Drei Millionen Euro für natürlichen Klimaschutz

Nr.242/2026  | 31.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen investieren freiwillig in den natürlichen Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Die „Ökowertpapiere“ MoorFutures, Waldaktie, HeckenScheck und StreuobstGenussschein erfreuen sich einer anhaltend hohen Nachfrage. Seit Sommer 2025 konnten über das Kompetenzzentrum „Ökowertpapiere“ rund drei Millionen Euro privates Kapital für naturbasierte Klimaschutzmaßnahmen eingeworben werden.

„Die Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie richtig es war, die verschiedenen „Ökowertpapiere“ unter dem Dach des Kompetenzzentrums zu bündeln“, sagte Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind drei Millionen Euro privates Engagement für den natürlichen Klimaschutz alles andere als selbstverständlich. Das zeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Verantwortung übernehmen und bereit sind, aktiv in den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu investieren.“

Die Resonanz ist beachtlich: Seit Einführung der verschiedenen Ökowertpapiere wurden in Mecklenburg-Vorpommern rund 37.000 MoorFutures und etwa 130.000 Waldaktien verkauft. Rund 50 Unternehmen haben sich bislang an den Angeboten beteiligt und damit gemeinsam mit zahlreichen Privatpersonen einen wichtigen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz geleistet.

Mit den Ökowertpapieren können Privatpersonen und Unternehmen ganz konkret zum Klima-, Natur- und Artenschutz beitragen. Die Angebote finanzieren unter anderem die Wiedervernässung von Mooren, die Pflanzung klimaresilienter Wälder, die Anlage von Hecken als Lebensraum für zahlreiche Tierarten sowie den Erhalt wertvoller Streuobstwiesen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Besonders groß ist die Nachfrage nach den MoorFutures, die Mecklenburg-Vorpommern bereits 2011 als weltweit erstes handelbares Moor-Klimaschutzzertifikat eingeführt hat. Mit den Erlösen konnten bislang rund 100 Hektar Moore wiedervernässt werden. Über das darüber hinausgehende Ökosponsoring wurden insgesamt bereits rund 200 Hektar Moorflächen für den natürlichen Klimaschutz gesichert und entwickelt.

„Mit den MoorFutures haben wir früh gezeigt, dass sich privates Engagement und natürlicher Klimaschutz erfolgreich verbinden lassen. Damals waren Moore für viele Menschen noch kaum als Klimaschützer bekannt. Heute erleben wir ein enormes Interesse an der Wiedervernässung von Mooren. Das bestätigt unseren damaligen Weg eindrucksvoll“, sagte Backhaus.

Auch die Waldaktie, die bereits 2007 ins Leben gerufen wurde, erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Seitdem wurden rund 130.000 Waldaktien verkauft. Dadurch entstanden in Mecklenburg-Vorpommern rund 130 Hektar Klimawald sowie weitere klimaresiliente Waldrandflächen. Insgesamt wurden knapp 20 Klimawälder angelegt. Eine Evaluierung im Sommer 2024 bestätigt den Erfolg: Sämtliche Klimawälder entwickeln sich sehr gut.

„Unsere Klimawälder werden von Beginn an so geplant, dass sie auch unter veränderten klimatischen Bedingungen möglichst widerstandsfähig sind. Die Evaluierung zeigt, dass dieses Konzept aufgeht. Davon profitieren nicht nur das Klima, sondern auch die biologische Vielfalt und künftige Generationen“, so der Minister.

Backhaus betonte abschließend, dass öffentlicher und privater Klimaschutz Hand in Hand gehen müssten: „Die Transformation zu einer klimafesten Gesellschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das große Interesse an unseren Ökowertpapieren zeigt, dass viele Menschen und Unternehmen bereit sind, ihren eigenen Beitrag zu leisten. Mehr als 167.000 verkaufte Ökowertpapiere und zahlreiche erfolgreich umgesetzte Projekte belegen, dass freiwilliges Engagement einen messbaren Beitrag zum natürlichen Klimaschutz leisten kann. Dieses Engagement ergänzt die öffentlichen Investitionen des Landes und stärkt den natürlichen Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern.“

Weitere Informationen finden sich unter Zukunft durch naturbasierte Lösungen – z-eco.de.