Warnemünde: Schulte würdigt Qualität der Rostocker Seebäder

Jochen Schulte: „Die Rostocker Seebäder gehören zu den touristischen Aushängeschildern unseres Landes.“

Nr.113/2026  | 04.08.2026  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat heute in Warnemünde die staatlichen Anerkennungsurkunden für die Seebäder Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide an die Hanse- und Universitätsstadt Rostock übergeben.

„Die Rostocker Seebäder gehören seit Jahrzehnten zu den touristischen Aushängeschildern Mecklenburg-Vorpommerns. 2,3 Millionen Übernachtungen wurden 2025 in der Hansestadt Rostock inklusive der Seebäder gezählt. Damit steht Rostock bei den Übernachtungszahlen an zweiter Stelle in Mecklenburg-Vorpommern. Daran haben die Seebäder einen entscheidenden Anteil. Die erneute staatliche Anerkennung bestätigt ihre hohe Qualität und würdigt zugleich das Engagement der Hansestadt Rostock, der Tourismuszentrale und der vielen Akteure vor Ort, die diesen Erfolg möglich machen“, sagte Staatssekretär Schulte.

Die vier Rostocker Ortsteile tragen den Titel „Seebad“ bereits seit 1996. Im Rahmen eines umfassenden Anerkennungsverfahrens wurde bestätigt, dass Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide auch weiterhin die hohen Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern erfüllen. Dazu zählen unter anderem eine ausgezeichnete Badewasserqualität, leistungsfähige touristische Infrastruktur, attraktive Freizeit- und Gesundheitsangebote sowie eine gute medizinische Versorgung.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern begleitet die touristische Entwicklung der Rostocker Seebäder mit umfangreichen Investitionen. Allein für touristische Infrastrukturvorhaben der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wurden seit 1990 insgesamt 49 Maßnahmen mit rund 147 Millionen Euro unterstützt. Dazu zählen unter anderem die Landstromanlage Warnemünde, die Gestaltung der Promenade am Alten Strom, das Seetouristische Informationszentrum, die Entwicklung der Mittelmole sowie weitere touristische Infrastrukturmaßnahmen in Hohe Düne und Markgrafenheide. Darüber hinaus wurden in Warnemünde, Diedrichshagen und Hohe Düne in den vergangenen 30 Jahren 57 gewerbliche Investitionsvorhaben mit rund 72 Millionen Euro gefördert. Dadurch konnten rund 900 Arbeitsplätze neu geschaffen und mehr als 2.500 Arbeitsplätze gesichert werden.

Mit der im Juni im Landtag beschlossenen Novellierung des Kurortgesetzes werden die Qualitätsstandards für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte weiterentwickelt. Das Gesetz wurde am 21. Juli im Gesetz- und Verordnungsblatt Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Künftig werden Anerkennungen grundsätzlich für maximal 15 Jahre erteilt. Zudem werden neue Anerkennungsarten wie das See- und Thalassoheilbad sowie das Seebad mit Kurbetrieb eingeführt. Gleichzeitig werden die Anforderungen an Tourismusorte und Tourismusregionen weiter geschärft, um die hohe Qualität der touristischen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu sichern.

„Mit dem neuen Kurortgesetz schaffen wir einen modernen und verlässlichen Qualitätsrahmen für die touristische Entwicklung in unserem Land. Gleichzeitig unterstützen wir die Kommunen kontinuierlich dabei, ihre Stärken weiter auszubauen. So sichern wir die Attraktivität unserer Kur- und Erholungsorte und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig“, betonte Staatssekretär Schulte.

Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern 76 Kur- und Erholungsorte, 50 Tourismusorte sowie vier Tourismusregionen staatlich anerkannt.