Dritte Orte schaffen Begegnung: Erster Zuwendungsbescheid für Seniorentreff in Kühlungsborn

Nr.185  | 10.08.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Mit dem neuen Förderprogramm „Dritte Orte“ unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern Ideen für mehr Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. Den ersten Zuwendungsbescheid des Programms mit dem zusätzliche, öffentliche Gemeinschaftsorte geschaffen werden, die für alle Bevölkerungsgruppen leicht zugänglich sind, überreichte Sozialministerin Stefanie Drese heute an den Seniorentreff in Kühlungsborn.

„Mit dieser Förderung kann der Seniorentreff sein Angebot ausbauen und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Einsamkeit und Isolation. So sollen unter anderem Pavillons angeschafft werden, die neue Begegnungsformate auch draußen oder für größere Gruppen witterungsunabhängig möglich machen. Zudem soll eine Musikanlage den passenden Schwung in die Kinder-, Familien- und Seniorenabende bringen und den Weg für moderne Kultur- und Gemeinschaftsangebote freimachen“, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese bei der Übergabe der Fördermittel in Höhe von 2.000 Euro. 

Drese hob hervor, dass das Schaffen von lebhaften Begegnungs- und Gemeinschaftsorten nicht kompliziert sein muss. „Im Kern geht es darum, Menschen zusammenzubringen und ihnen einen Ort zu geben, an dem sie sich willkommen fühlen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas erleben können. Dafür braucht es manchmal gar nicht viel“, so Drese. 

Dass der Bedarf nach solchen Treffpunkten und mehr Miteinander besteht, zeigt nach Aussage von Drese das große Interesse am Förderprogramm. Die Nachfrage ist bereits so hoch, dass das zur Verfügung stehende Fördervolumen binnen kurzer Zeit ausgeschöpft war. Neue Anträge können deshalb derzeit nicht mehr gestellt werden.

„Das zeigt, wie viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern etwas gegen Einsamkeit tun und wie viele gute Ideen für Begegnung es in unseren Städten und Gemeinden gibt. Ich freue mich daher sehr über alle neuen Projekte, die wir unterstützen können und danke allen Antragstellern für den Willen, vor Ort etwas gegen Einsamkeit zu tun. Denn wir können Freundschaften zwar nicht verordnen, sehr wohl aber Orte schaffen, an denen sie entstehen“, unterstrich die Ministerin.

 

Hintergrund:

Das Land hatte das Förderprogramm „Dritte Orte“ Ende Juni gestartet und dafür rund 700.000 Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert werden unter anderem die Gestaltung von Begegnungs- und Verweilorten. Auch die Förderung von Sachkosten für die Erst- oder Ersatzausstattung (z. B. Mobiliar oder technische Geräte) ist möglich, wenn sie einen spürbaren Mehrwert für die Allgemeinheit bietet.