Toter Wal im Greifswalder Bodden – Körper soll untersucht werden

Nr.253/2026  | 13.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Mit Bedauern hat Umweltminister Dr. Till Backhaus auf die Meldung reagiert, dass im Greifswalder Bodden ein toter Wal gesichtet worden ist.

„Um 08:16 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei gemeldet, dass ein lebloser Wal im Greifswalder Bodden treibt. Eine Mitarbei­terin des Deutschen Meeresmuseums hat inzwischen den Tod des Tieres festgestellt. Ich danke den Mitarbeitenden der Wasserschutzpolizei und des Wasserstraßen- und Schifffahrts­amtes Ostsee, die seit der Sichtung mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz sind, um die dadurch entstandene Gefahrenstelle zu sichern und die Leichtigkeit und Sicherheit des Schiffsverkehrs aufrechtzuerhalten. Ebenso danke ich dem Deutschen Meeres­museum für den Einsatz und die Bereitschaft, das tote Tier zu wissenschaftlichen Zwecken zu untersuchen.

Dennoch betrübt es mich, dass wir nun schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres den Tod eines Buckelwals in der Ostsee feststellen müssen, diesmal direkt in den Hoheitsgewässern des Landes. Aus der Sektion des Tieres erhoffen wir uns mehr zu erfahren, woran solche hier nicht heimischen Tiere in unseren Gewässern sterben und vielleicht, warum sie überhaupt in das für sie nicht geeignete, teils sogar lebensfeindliche Umfeld einschwimmen. Es gibt Hinweise, dass sich die Buckelwalpopu­lation im Atlantik in den letzten Jahren gut erholt hat. Mehr Tiere bedeuten aber offenbar auch mehr Irrläufer, die in die Ostsee einschwimmen. Ich würde mir wünschen, dass wir mehr über diese Tierart erfahren, um solchen Ereignissen in Zukunft vielleicht entgegenwirken zu können“, so Minister Backhaus.