Neben den schnellsten Booten der Welt: In Sassnitz zeigt sich, was Inklusion im Sport leisten kann
SailGP Inklusiv 2026 startet heute – 16 Crews aus vier Nationen segeln vom 18. bis 20. August vor Rügen
Am (heutigen) 18. August 2026 ist im Stadthafen Sassnitz die inklusive Regatta im Rahmen des Sail Grand Prix gestartet. 16 Crews aus Belgien, Deutschland, Norwegen und Tschechien gehen an den Start. Für Sozial- und Sportministerin Stefanie Drese, die die Schirmherrschaft der SailGP Inklusiv übernommen hat, ist die Veranstaltung ein herausragendes Beispiel für gelebte Inklusion im Sport.
„Menschen mit und ohne Behinderung segeln gemeinsam, im selben Boot, nach denselben Regeln und mit dem gleichen Ziel: zu gewinnen. Genau das macht diese Regatta vor der traumhaften Kulisse auf Rügen so einzigartig. Sie zeigt eindrucksvoll, dass sportliche Leistung und Inklusion keine Gegensätze sind. Es zählen Teamgeist, Strategie und Können – nicht die Frage, ob jemand eine Behinderung hat“, betonte Stefanie Drese zum Start der einzigartigen Segelwoche.
Gesegelt wird auf acht barrierefreien RS Venture Connect, die vom Veranstalter gestellt werden. „Damit entfällt eine zentrale Hürde: Die Crews müssen weder ein eigenes Boot noch Trailer und Bootslogistik organisieren“, hob Drese hervor. Auch der Zugang zum Wasser wird durch einen mobilen barrierefreien Steg ermöglicht.
„Mich begeistert besonders, dass hier Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Voraussetzungen gemeinsam an der Startlinie stehen. Von der zehnjährigen sehbehinderten Sophia, die erst 2025 mit dem Segeln begonnen hat, bis zum Medaillengewinner der Europameisterschaften 2026 – alle sind Teil desselben Wettbewerbs. Das ist gelebte Teilhabe und zugleich ein starkes Signal für den gesamten Sport. Mecklenburg-Vorpommern ist stolz darauf, dieser besonderen Regatta in Sassnitz eine Bühne zu geben“, sagte Drese.
Ein weiterer Meilenstein in diesem Jahr: Vom 18. bis 23. August können bis zu 40 rollstuhlfahrende Gäste den SailGP direkt vom Wasser aus erleben. Auf dem barrierefreien Segelboot „Henk de Mol“ müssen sie ihren Rollstuhl nicht verlassen. Damit wird ein internationales SailGP-Event erstmals unmittelbar vom Wasser aus für rollstuhlfahrende Gäste zugänglich.
Die Veranstaltung wird von fünf Segelvereinen gemeinsam mit dem Germany SailGP Team realisiert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Vorpommern-Fonds unterstützen die inklusive Regatta als öffentliche Förderer.
„Bevor am Wochenende die schnellsten Segelboote der Welt mit weit über 90 km/h über das Wasser fliegen, wird Sassnitz in diesen Tagen zu einem besonderen Ort für den inklusiven Sport. Die inklusiven Crews zeigen, dass auch im Regattasport Grenzen überwunden werden können. Ich wünsche allen Seglerinnen und Seglern faire Wettfahrten, viel Erfolg und vor allem viel Freude und unvergessliche Erlebnisse auf und am Wasser“, so Stefanie Drese.
Die inklusive Regatta findet vom 18. bis 20. August 2026 täglich etwa von 10:00 bis 17:00 Uhr im Stadthafen Sassnitz statt. Die Siegerehrung mit Ministerin Stefanie Drese ist für den 20. August um 19:00 Uhr in der Team Base des Germany SailGP Teams vorgesehen. Erwartet wird auch der viermalige Formel-1-Weltmeister und Mitinhaber des deutschen SailGP-Teams, Sebastian Vettel, der sich stark für das wegweisende inklusive Segelprojekt engagiert.