Pasewalk: Land fördert zweiten Bauabschnitt des Industrieparks Berlin-Szczecin

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Wirtschaftsstandort Pasewalk nachhaltig – mit leistungsfähiger Infrastruktur und besten Voraussetzungen für Ansiedlungen und zukunftsfähige Arbeitsplätze“

Nr.125/26  | 21.08.2026  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Pasewalk einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 22 Mio. Euro für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Industrieparks Berlin-Szczecin übergeben. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Auf einer Fläche von rund 100 Hektar sollen damit die Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen und größerer Industrievorhaben geschaffen werden.

„Leistungsfähige Infrastruktur ist eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Regionen. Mit der Förderung stärken wir den Wirtschaftsstandort Pasewalk nachhaltig. Die Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt zeigen, dass sich eine vorausschauende Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen auszahlt. Mit TOPREGAL und Birkenstock konnten bereits bedeutende Unternehmen für den Standort gewonnen werden. Pasewalk schafft dank der Unterstützung neue, große und leistungsfähig erschlossene Flächen für weitere Ansiedlungen und damit die Grundlage für zusätzliche Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Stadt Pasewalk entwickelt den Industriepark Berlin-Szczecin mit einer Gesamtfläche von rund 156 Hektar in mehreren Bauabschnitten. Mit dem nun geförderten zweiten Bauabschnitt wird die Erschließung des Industrieparks in nördlicher Richtung fortgesetzt. Der zweite Bauabschnitt schafft großflächige Ansiedlungsmöglichkeiten für neue oder erweiterungswillige Unternehmen.

Gefördert werden die innere Erschließung des Bebauungsplangebietes 47/17 sowie Teile der äußeren Medienerschließung. Dazu gehören insbesondere die Straßen- sowie Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Vorgesehen sind unter anderem ein Schmutzwasserpumpwerk mit Druckleitung, ein Schmutzwasser-Freigefällekanal sowie eine Trinkwasserleitung in der Dargitzer Straße. Rund 16,1 Millionen Euro entfallen auf die Ver- und Entsorgungsanlagen, weitere rund 5,2 Millionen Euro auf den Straßenbau. Das Vorhaben soll im Jahr 2030 abgeschlossen werden.

Für die Erschließung des ersten Bauabschnitts wurden rund 21 Mio. Euro GRW-Mittel bereitgestellt. Damit beläuft sich die GRW-Infrastrukturförderung des Landes für den ersten und zweiten Bauabschnitt zusammen auf rund 43 Millionen Euro.

Die Entwicklung des ersten Bauabschnitts hat bereits zu bedeutenden Industrieansiedlungen geführt. Mit TOPREGAL konnte ein erster Ankerinvestor mit aktuell rund 40 Dauerarbeitsplätzen vor Ort gewonnen werden. Das Unternehmen investierte rund 29 Mio. Euro in den Standort. Von besonderer Bedeutung ist zudem die Ansiedlung von Birkenstock mit einem Investitionsvolumen von rund 107 Millionen Euro. Mit aktuell rund 700 Arbeitsplätzen sollen am Standort perspektivisch bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

„In Pasewalk zeigt sich, wie regionale Wirtschaftsentwicklung und eine vorausschauende Flächenpolitik erfolgreich zusammenwirken. Große Investitionen brauchen passende Flächen, eine leistungsfähige Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen. Mit dem zweiten Bauabschnitt sorgen wir auch dafür, dass Pasewalk als attraktiver und lebenswerter Wirtschaftsstandort gut aufgestellt ist“, so Minister Dr. Blank.

Der Industriepark profitiert dabei von seiner verkehrsgünstigen Lage zwischen Berlin und Szczecin. Über die Kreisstraße VG 70 besteht eine Anbindung an die Bundesstraßen B 104 und B 109 sowie an die Autobahn A 20. Die vorhandene Schienenanbindung stärkt die Standortqualität zusätzlich. Eine geplante zweite Verkehrsanbindung soll die überregionale Erreichbarkeit weiter verbessern und zugleich den Ortsteil Franzfelde vom Durchgangsverkehr entlasten. Durch seine Lage im deutsch-polnischen Wirtschaftsraum und die Nähe zur Metropolregion Szczecin bietet der Standort zudem sehr gute Voraussetzungen für grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen und weitere industrielle Ansiedlungen. Die Metropolregion Szczecin verfügt über hohes Wachstumspotential und dynamischen Entwicklungspotentialen über den deutsch-polnischen Grenzraum hinaus.