Wolgast: Nächster Bauabschnitt für Peenebrücke startet

Ines Jesse: „Gemeinsam bringen wir ein zentrales Infrastrukturprojekt unseres Landes weiter voran“

Nr.128/26  | 21.08.2026  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Beim Bau der neuen Peenestrombrücke in Wolgast steht der nächste wichtige Schritt an: In der Woche ab Montag, 24. August 2026, beginnen die Bohrpfahlarbeiten für die Gründung der Brückenpfeiler im Peenestrom. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat sich heute vor Ort über den Baufortschritt und die anstehenden Arbeiten informiert. 

„Die neue Peenestrombrücke und die Ortsumgehung Wolgast sind von großer Bedeutung für die gesamte Region. Sie werden die Menschen vor Ort spürbar vom Durchgangsverkehr entlasten, die Verkehrssicherheit erhöhen und gleichzeitig die Verbindung für die Unternehmen und den Tourismus in der Region nachhaltig stärken“, sagte Staatssekretärin Jesse. „Mit den jetzt beginnenden Bohrpfahlarbeiten geht das Projekt an einer zentralen Stelle sichtbar voran. Dies ist ein wichtiger Schritt für eine leistungsfähige und zukunftsfeste Infrastruktur zwischen dem Festland und Usedom.“ 

Für die Herstellung der Bohrpfähle kommt eine spezielle Stützflüssigkeit aus Bentonit zum Einsatz. Sie stabilisiert das Bohrloch während der Arbeiten. Die tief gegründeten Bohrpfähle bilden später das Fundament für die Brückenpfeiler im Peenestrom. Jesse konnte sich bei ihrem Termin vor Ort einen Eindruck von den laufenden und hoch spezialisierten Bauarbeiten machen.

Seit dem Baustart im Mai 2026 sind die Baugrundarbeiten am Fundament auf der Festlandseite bereits weit fortgeschritten. Dort wurden unter anderem die Bauuntergründe für das Widerlager und mehrere Pfeilerstandorte hergestellt. Inzwischen zeigen sich erste Brückenelemente an der Oberfläche. Im Peenestrom wurden in den vergangenen Wochen die Arbeitsbereiche für die Pfeilergründungen vorbereitet und unter anderem Spundwände eingebracht.

Parallel werden ab Montag im Bereich der Bahnhofstraße in Wolgast bauliche Anpassungen für die späteren Schwertransporte vorgenommen. Große Stahlbauteile für die neue Peenestrombrücke sollen über die neue Bahnhofstraße zur Baustelle transportiert werden, um zusätzliche Verkehre durch die Stadt zu vermeiden.

Dafür werden unter anderem die Fußgängerführung verändert und Bahnsignale versetzt. Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite muss die alte Bahnhofstraße von Montag, 31.  August, bis Donnerstag, 17. September 2026, voll gesperrt werden. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden gesondert über die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke informiert. Nach Abschluss des Neubaus der Peenestrombrücke werden die für die Schwertransporte vorgenommenen Anpassungen wieder zurückgebaut.

Die neue Ortsumgehung Wolgast umfasst einen zweistreifigen Neubau der B 111 mit einer Länge von rund 6,8 Kilometern. Sie soll die bisherige Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr entlasten und damit Lärm- und Luftschadstoffbelastungen reduzieren sowie die Verkehrssicherheit verbessern. Gleichzeitig wird die Verbindung zwischen der A 20, Wolgast und der Insel Usedom leistungsfähiger.

Herzstück der Ortsumgehung ist die neue Peenestrombrücke. Durch ihre künftige Höhe von rund 42 Metern über dem Peenestrom soll auf Brückenöffnungen für den Schiffsverkehr verzichtet werden können. Die heute regelmäßig durch die Öffnungen der bestehenden Klappbrücke entstehenden Staus auf der Festland- und Inselseite können damit deutlich reduziert werden.