Kristin Romanowski leitet StALU Mittleres Mecklenburg
Seit Anfang August steht Kristin Romanowski an der Spitze des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) in Rostock. Nach den ersten Wochen in ihrer neuen Funktion würdigt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus den Wechsel an der Spitze einer der wichtigsten Fachbehörden seines Geschäftsbereichs. Kristin Romanowski folgt auf Ines Liefke, die die Leitung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) übernommen hat.
„Kristin Romanowski bringt für diese Aufgabe eine Kombination mit, die für ein Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt besonders wertvoll ist: Sie ist Agraringenieurin, kennt Wissenschaft und Wirtschaft, verfügt über langjährige Verwaltungserfahrung und hat in unterschiedlichen Funktionen Führungsverantwortung übernommen. Vor allem aber weiß sie, dass gute Verwaltung nicht nur rechtssicher, sondern auch lösungsorientiert sein muss. Nach den ersten Wochen im Amt wünsche ich ihr und ihrem Team weiterhin einen guten Start und viel Erfolg bei den Aufgaben, die vor ihnen liegen“, sagte Backhaus.
Kristin Romanowski ist gebürtige Rostockerin und studierte an der Universität Rostock Agrarwissenschaften mit Abschluss als Diplom-Agraringenieurin. Anschließend war sie mehrere Jahre wissenschaftlich an der Universität Rostock tätig. Weitere berufliche Erfahrung sammelte sie als Fachbereichsleiterin Umwelt bei einem Architektur- und Ingenieurbüro in Rostock.
Seit 2014 war Kristin Romanowski in unterschiedlichen Funktionen im Landwirtschaftsministerium tätig. Sie arbeitete unter anderem als persönliche Referentin des Staatssekretärs und in der Koordinierungsstelle und übernahm 2017 die Leitung des Ministerbüros. 2022 wechselte sie aus dem Leitungsbereich in die Fachabteilung und übernahm die Leitung des Referates für Grundsatzangelegenheiten der landwirtschaftlichen Produktion, nachwachsende Rohstoffe, Agrarforschung, -bildung und -beratung. Von Februar 2024 bis August 2025 wurde ihr zudem vorübergehend die Geschäftsführung des Landgestüts Redefin übertragen.
Mit der Leitung des StALU MM übernimmt Kristin Romanowski Verantwortung für eine Behörde mit 165 Beschäftigten und sechs Abteilungen. Das Amt ist unter anderem für Landwirtschaft und EU-Förderangelegenheiten, integrierte ländliche Entwicklung, Naturschutz, Wasser und Boden, Immissions- und Klimaschutz sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft zuständig. Eine besondere Aufgabe kommt dem StALU MM beim Küstenschutz zu: Es übernimmt Grundlagenarbeiten für alle vier Staatlichen Ämter in Mecklenburg-Vorpommern.
Backhaus: „Die Arbeit des StALU ist für viele Menschen und Unternehmen ganz unmittelbar spürbar. Hier geht es um Genehmigungen und Investitionen, um Landwirtschaft und Fördermittel, um Wasser, Boden und Naturschutz, aber auch um Windenergie und den Schutz unserer Küste. Die 165 Beschäftigten müssen täglich unterschiedliche Interessen abwägen und Entscheidungen treffen. Dafür braucht es an der Spitze Fachlichkeit, Entscheidungsfreude und die Bereitschaft zum Dialog.“
Welche Bedeutung die Arbeit der Staatlichen Ämter inzwischen etwa für die Energiewende hat, zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre. Landesweit stieg die Zahl ihrer Entscheidungen im Bereich Windenergie von 32 im Jahr 2021 auf 146 im Jahr 2025. Allein 2025 wurden 183 neue oder repowerte Windenergieanlagen mit rund 1.131 Megawatt Leistung genehmigt. Zwischen 2021 und 2025 wurden Genehmigungen für mehr als 560 Anlagen mit einer Gesamtleistung von über drei Gigawatt erteilt. Das damit verbundene Investitionsvolumen beträgt rund 5,2 Milliarden Euro.
Auch der Küsten- und Hochwasserschutz bleibt eine zentrale Aufgabe. Seit 2021 wurden landesweit mehr als 98 Millionen Euro in Küsten- und Hochwasserschutz investiert; weitere rund 40 Millionen Euro flossen in die Unterhaltung bestehender Schutzanlagen.
„Ein Staatliches Amt muss Recht verlässlich vollziehen und zugleich Lösungen möglich machen. Gerade bei großen Investitionen, beim Ausbau erneuerbarer Energien, beim Küstenschutz oder in der Landwirtschaft erwarten Bürger, Kommunen und Unternehmen zu Recht klare Entscheidungen und verlässliche Ansprechpartner. Diesen Anspruch verbinde ich mit dem StALU und seiner neuen Leitung“, so Backhaus.
Der Minister dankte zugleich Silke Krüger-Piehl, die die Amtsgeschäfte seit März kommissarisch geführt hatte, sowie den Beschäftigten des StALU für ihre Arbeit.
Für Kristin Romanowski bedeutet die neue Aufgabe zugleich eine Rückkehr zu ihren beruflichen und persönlichen Wurzeln. „Kristin Romanowski übernimmt nun in ihrer Heimatstadt Verantwortung für eine Behörde, deren Entscheidungen die Entwicklung der gesamten Region mitprägen. Ich wünsche ihr und den 165 Beschäftigten eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, Mut zu Entscheidungen und eine glückliche Hand“, sagte Backhaus.