Land sucht innovative Ideen für Land- und Forstwirtschaft
Wie können Land- und Forstwirtschaft Ressourcen besser schonen, sich an den Klimawandel anpassen und zugleich wirtschaftlich erfolgreich bleiben? Mecklenburg-Vorpommern sucht dafür neue Ideen aus Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft. Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) können sich sogenannte Operationelle Gruppen mit innovativen Projektideen bewerben.
Im Mittelpunkt der aktuellen Ausschreibung stehen vier Themenfelder: ressourcenschonende Land- und Forstwirtschaft, Klimaschutz und Klimaanpassung in der Landwirtschaft, die Verringerung von Nährstoffeinträgen in Böden und Gewässer sowie die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten.
Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus ruft Betriebe und mögliche Partner zur Beteiligung auf: „Unsere Land- und Forstwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – vom Klimawandel über den Schutz unserer natürlichen Ressourcen bis hin zu wirtschaftlich tragfähigen regionalen Wertschöpfungsketten. Dafür brauchen wir nicht nur gute Ideen auf dem Papier, sondern Lösungen, die in der Praxis funktionieren. Genau hier setzt EIP an: Landwirte, Forstwirte, Wissenschaft, Beratung und Unternehmen bringen ihr Wissen zusammen und entwickeln gemeinsam neue Ansätze. Ich möchte deshalb ausdrücklich dazu ermuntern, diese Chance zu nutzen und innovative Ideen einzureichen.“
Wesentliches Element von EIP ist die Zusammenarbeit in Operationellen Gruppen. Sie können unter anderem von land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben, Forschenden, Beratungsunternehmen sowie Unternehmen des Agrar- und Nahrungsmittelsektors gebildet werden. Ziel ist es, gemeinsam ein konkretes Problem aufzugreifen und dafür eine innovative und praktisch nutzbare Lösung zu entwickeln. Eine Operationelle Gruppe muss aus mindestens zwei unabhängigen Mitgliedern bestehen; mindestens ein Mitglied muss ein land- oder forstwirtschaftliches Unternehmen sein. Mindestens 50 Prozent der Mitglieder sowie die Operationelle Gruppe selbst müssen ihren Sitz in Mecklenburg-Vorpommern haben. Länderübergreifende Kooperationen sind grundsätzlich möglich. Die Projektlaufzeit soll in der Regel bis zu zwei Jahre betragen.
„Der große Vorteil ist, dass wir diejenigen zusammenbringen, die ein Problem jeden Tag in der Praxis erleben, mit denen, die neue Verfahren und Lösungen entwickeln können. Innovation darf kein Selbstzweck sein. Sie muss am Ende einen konkreten Nutzen auf dem Acker, im Stall oder im Wald haben und unsere Betriebe wettbewerbsfähiger und nachhaltiger machen“, so Backhaus.
Die eingereichten Konzepte werden unter anderem nach Innovationsgehalt, Umsetzbarkeit, Umwelt- und Klimarelevanz, Wirtschaftlichkeit sowie der weiteren Nutzbarkeit der Ergebnisse bewertet.
Bewerbungsschluss ist der 30. September 2026 um 12 Uhr. Die Unterlagen sind beim Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern einzureichen.
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