Tützpatz: Modellregion Tollense bringt erneuerbare Energie und Wirtschaft zusammen
Ines Jesse: „Mit einer klugen Nutzung der erneuerbaren Energien schaffen wir nachhaltige Wertschöpfung in der Tollense-Region“
Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Tützpatz gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen und Unternehmen den aktuellen Stand der Modellregion Tollense vorgestellt. Ziel der Modellregion ist es, die Potentiale der erneuerbaren Energien stärker für die wirtschaftliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung zu nutzen. Grundlage ist ein gemeinsamer Entwicklungsprozess von Land, Kommunen, Landkreisen und Unternehmen.
„Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss sich vor Ort auszahlen. Hier wollen wir vom Wort zum Handeln kommen und die Erzeugung, Speicherung und Nutzung der erneuerbaren Energien gezielt mit der wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort verbinden. Wir wollen für energieintensive Unternehmen attraktive Rahmenbedingungen anbieten“, betonte Staatssekretärin Jesse.
Die Tollense-Region verfügt über hohe Potentiale bei Wind- und Solarenergie sowie über eine wachsende Energieinfrastruktur. Umspannwerke, Speicher sowie Gas- und Wasserstoffpipelines sollen stärker mit neuen wirtschaftlichen Nutzungen verknüpft werden. Somit können beispielsweise erneuerbare Energien direkt in Gewerbegebieten oder von energieintensiven Unternehmen vor Ort genutzt werden. Gleichzeitig kann deren Abwärme für weitere Betriebe oder kommunale Wärmenetzte eingesetzt werden.
„Die Modellregion ist aus dem Engagement der Menschen und Unternehmen vor Ort entstanden. Kommunen, Unternehmen, Netzbetreiber und das Land bringen sich aktiv ein, entwickeln gemeinsam konkrete Lösungen und nutzen die vorhandenen Potentiale der Erneuerbaren. So bringen wir die Region gemeinsam weiter voran“, so Staatssekretärin Jesse.
Dabei werden auch bestehende Herausforderungen gemeinsam angegangen. Dazu gehören insbesondere die Verfügbarkeit leistungsstarker Stromanschlüsse, die Erschließung von grünen Gewerbegebieten und beschleunigte Planungsverfahren. Die Regionalen Planungsverbände Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sollen die planerischen Voraussetzungen landkreisübergreifend unterstützen.
Zum Auftakt der Modellregion hatten sich am 20. April 2026 auf Initiative von Altentreptows Bürgermeisterin Claudia Ellgoth regionale Unternehmen und das Wirtschaftsministerium erstmals in größerer Runde zusammengefunden. Seitdem haben sich weitere Akteure angeschlossen. Mit der gemeinsamen Erklärung zur Modellregion Tollense bekräftigen die Beteiligten heute ihren Willen, die Entwicklung der Region gemeinsam weiter voranzutreiben.
„Die Modellregion Tollense ist kein Projekt, das von oben verordnet wird. Sie lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Es ist die erste Modellregion dieser Art und ein Meilenstein für Mecklenburg-Vorpommern. Wenn es uns gelingt, erneuerbare Energien, Infrastruktur und unternehmerische Ansiedlungen klug miteinander zu verknüpfen, können daraus neue Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung entstehen. Auf diese Weise zeigt die Tollense-Region, wie die ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns zu Motoren für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung werden können“, betonte Staatssekretärin Jesse.