Justizministerin Bernhardt begrüßt 25 Auszubildende der Justiz
Der zweite Ausbildungsdurchgang für Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte beginnt heute mit der Ernennung am OLG Rostock.
„Zum zweiten Mal starten wir den Ausbildungsjahrgang für Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte. Für den Ausbildungsstart am 1. September 2026 haben sich aus knapp 190 Bewerbungen 19 Frauen und sechs Männer durchgesetzt. Vor ihnen liegen nun zwei Jahre duale Ausbildung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow sowie an Gerichten und Staatsanwaltschaften“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt in der Festrede am Oberlandesgericht Rostock zum Start der Ausbildung. Die 25 Frauen und Männer sind bis auf eine Bewerberin aus Mecklenburg-Vorpommern und zwischen 16 und 27 Jahre alt.
„In den letzten Jahren haben wir justizpolitisch vieles angeschoben und umgesetzt. Ein Punkt ist die Umstellung der Ausbildung für den Nachwuchs in den Serviceeinheiten. Früher war es ein Drei-Jahres-Weg zu Justizfachangestellten. Heute sind es zwei Jahre in Ausbildung, in der die Auszubildenden auf Widerruf verbeamtet werden. Die neue Ausbildung zur Justizfachwirtin oder Justizfachwirt ist im Vergleich zur bisherigen kompakter strukturiert und daher ein Jahr kürzer. Ich freue mich, dass wir zusammen mit dem Bereich Rechtspflege an der Fachhochschule Güstrow den ersten Jahrgang erfolgreich gestartet haben und nun der zweite Jahrgang folgen kann. Gut ausgebildeten Nachwuchs brauchen wir im Justizdienst auf allen Arbeitsplätzen, also auch in den Serviceeinheiten. Die Tätigkeit ist verantwortungsvoll und abwechslungsreich. In den Serviceeinheiten werden die Arbeitsabläufe der Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten, Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger mit der Geschäftsstelle vernetzt. Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte sind auch Ansprechpersonen für Ratsuchende in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen. Die Serviceeinheiten sind somit nah am Lebensalltag der Menschen. Vor allem sind Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte aber in einem sicheren und attraktiven Arbeitsumfeld tätig“, stellt Justizministerin Jacqueline Bernhardt klar.
„Zum Alltag gehören auch Herausforderungen. Hautnah erleben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz eine der größten Herausforderungen, den Prozess der Digitalisierung. Die E-Akte ist flächendeckend eingeführt. In Mecklenburg-Vorpommern sind wir gut aufgestellt und vor einigen anderen Länder ins Ziel eingelaufen. Damit ist die Digitalisierung aber nicht abgeschlossen. Nun wartet der Praxistest. Der Arbeitsalltag aller Justizangehörigen wird erleichtert werden. Die Effizienz soll gesteigert und damit den Rechtsuchenden einen besseren Zugang zu ihrer Justiz ermöglicht werden“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.