Land stärkt medizinische Versorgung in Vorpommern

Neue Großgeräte für das Klinikum Karlsburg

Nr.168/26  | 02.09.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Die medizinische Versorgung in Vorpommern wird weiter gestärkt. Mit einem so genannten Letter of Intent (LOI) hat das Land seine Absicht erklärt, für das Klinikum Karlsburg die Anschaffung weiterer medizinischer Großgeräte zu fördern. Dabei handelt es sich um ein da Vinci 5-Operationssystem und einen Magnetresonanztomographen (MRT).

Wissenschaftsministerin Bettina Martin, Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue, die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, Sylvia Grimm, sowie der Vorstandvorsitzende der Universitätsmedizin, Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp, haben am Mittwoch eine entsprechende Erklärung in Karlsburg unterzeichnet.

„Wir investieren zielgerichtet in den Klinik-Standorts Karlsburg – zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Mit der Investition in den neuen da Vinci 5-OP-Roboter wird es landesweit erstmals möglich sein, Herzoperationen mit dieser hoch innovativen und präzisen Technologie durchzuführen. Nach dem Zusammengehen des Klinikums Karlsburg mit der Universitätsmedizin Greifswald stellen wir sicher, dass sich beide medizinisch starken Standorte gemeinsam hoch innovativ aufstellen. So steht mit dem neuen OP-Roboter den Patientinnen und Patienten eine medizinische Versorgung auf allerhöchstem Niveau zur Verfügung“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin „Mit der gemeinsamen Erklärung, die wir heute unterzeichnen, unterstreicht die Landesregierung, dass auch sie Verantwortung für das Gelingen des Zusammengehens beider Kliniken übernimmt.“

Das da Vinci 5-Operationssystem erfordert Investitionen von rund vier Millionen Euro. Die drei beteiligten Ministerien haben jetzt vereinbart, dass das Wissenschaftsministerium und die Universitätsmedizin Greifswald jeweils 1,5 Millionen Euro tragen und das Sozialministerium eine Million Euro.

Das da Vinci 5-Operationssystem stärkt die medizintechnologische Weiterentwicklung und Innovationskraft des herzchirurgischen Schwerpunktes am Standort Karlsburg. Die Investition umfasst neben der Anschaffung des Operationssystems auch die Schaffung der für dessen Installation und Betrieb notwendigen baulichen und technischen Voraussetzungen, einschließlich der erforderlichen Infrastruktur, heißt es in dem Letter of Intent.

Das MRT wird den Standort in die Lage versetzen, auch künftig die Qualitätskriterien für die Leistungsgruppe 20 („Komplexe periphere arterielle Gefäße“) zu erfüllen, die schwerpunktmäßig in Karlsburg erbracht werden soll. Die Anschaffung dient damit unmittelbar der Erfüllung der Ziele der Krankenhausstrukturreform.

„Mit dem da Vinci 5-Operationssystem wird Karlsburg bei der robotisch unterstützten Herzchirurgie in Mecklenburg-Vorpommern neue Maßstäbe setzen. Dass diese innovative Technologie künftig erstmals auch für Herzoperationen in unserem Land eingesetzt wird, ist ein starkes Signal für den Standort und seine medizinische Entwicklung. Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald schaffen wir damit zusätzliche Möglichkeiten für moderne Behandlung und stärken zugleich die besondere Expertise in Karlsburg. So sieht eine Krankenhausreform aus, die nicht nur Strukturen verändert, sondern neue Chancen für die medizinische Versorgung eröffnet“, sagt Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

„Durch die Fusion von Karlsburg und der Universitätsmedizin Greifswald entsteht ein Krankenhaus mit klaren Schwerpunkten an zwei Standorten, dass eine bessere Qualität in der Versorgung gewährleisten kann, als jedes der Krankenhäuser alleine. Die nun vereinbarten Investitionen sind dafür ein wichtiger Baustein: Das MRT schafft die Voraussetzungen, Leistungen wie die komplexen peripheren Gefäßerkrankungen künftig gezielt in Karlsburg zu konzentrieren, während das da Vinci-System einen Innovationsschub in der Herzchirurgie darstellt. So ergänzen sich die Stärken beider Standorte und kann die Behandlungsqualität durch eine gezielte Konzentration von medizinischen Eingriffen auf spezialisierte Kliniken nachhaltig gesteigert werden. Genau darin liegt aus unserer Sicht der Mehrwert der Fusion – und davon sollen vor allem die Patientinnen und Patienten in Vorpommern profitieren.“, sagte Staatssekretärin Sylvia Grimm.

„Wir halten unser Versprechen und bauen den Standort Karlsburg weiter aus“, sagte Prof. Klaus Hahnenkamp, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand der UMG. „Wir sind dem Land Mecklenburg-Vorpommern und insbesondere dem Wissenschafts-, dem Gesundheits- und dem Finanzministerium und ihren Leitungen sehr dankbar, dass sie uns auch weiter tatkräftig unterstützen. Gemeinsam investieren wir in die spitzenmedizinische Versorgung der Menschen weit über die Region und das Bundesland hinaus. Das gilt für exzellente Diagnostik und Behandlung im künftigen Gefäßzentrum genauso wie für die robotik-assistierte Herzchirurgie auf höchstem Niveau.“

Das Klinikum Karlsburg – eine auf die Behandlung von Herz- und Stoffwechselerkrankungen spezialisierte Klinik ist seit dem 1. Januar 2026 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Universitätsmedizin Greifswald. Zum 1. Januar 2027 wird die vollständige Integration in die Universitätsmedizin erfolgen.