Norddeutsche Länder verstärken den Kampf gegen den Krebs
Norddeutsche Wissenschaftsministerkonferenz stärkt Ausbau von Forschung, Diagnose und Behandlung in der Onkologie
Die Krebsforschung an den wissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen in Norddeutschland wird gestärkt und besser vernetzt. Die Wissenschaftsministerinnen, -minister und -senatorinnen der norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben am Donnerstag an der Universitätsmedizin in Rostock auf der jährlich stattfinden Norddeutschen Wissenschaftskonferenz angekündigt, die Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten in Norddeutschland zu verstärken und verbessern.
Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin, die in diesem Jahr den Vorsitz der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz innehat, sagte: „Die norddeutschen Länder streben in verstärkt länderübergreifender Zusammenarbeit den konsequenten Ausbau der onkologischen Forschung an. Von der Grundlagenforschung über klinische Studien bis hin zur Entwicklung neuer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bietet die länderübergreifende Zusammenarbeit besondere Chancen. Ziel ist es, vorhandene Expertise und Forschungsinfrastrukturen besser zusammenzuführen und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die medizinische Versorgung zu beschleunigen. Norddeutschland hat hier eine besondere Stärke: exzellente Universitäten, Universitätskliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Diese Potenziale wollen wir gemeinsam noch besser nutzen.“
Mit dem CCC-N (Comprehensive Cancer Center Niedersachsen in Göttingen/Hannover) und dem CCC Nord (Hamburg /Kiel/Lübeck) verfügt Norddeutschland bereits über zwei Einrichtungen, die von der Deutschen Krebshilfe als onkologische Spitzenzentren anerkannt sind. Für Mecklenburg-Vorpommern bündelt derzeit das landesgeförderte Comprehensive Cancer Center MV an den Standorten Greifswald und Rostock die Aktivitäten. Dabei werden multidisziplinäre Betreuung, akademische Forschung und innovative Lehre unter einem Dach vereint. Im Mittelpunkt steht die Patientin bzw. der Patient.
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM). Die norddeutschen Länder unterstrichen die strategische Bedeutung einer starken und international wettbewerbsfähigen Meeresforschung.
Die Meere sind von zentraler Bedeutung für das Klima, die Biodiversität, die Ernährung, die Energieversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig stehen marine Ökosysteme vor erheblichen Belastungen. Um diese komplexen Herausforderungen zu verstehen und tragfähige Lösungen zu entwickeln, braucht es langfristige, interdisziplinäre und international vernetzte Forschung.
Die norddeutschen Länder wollen deshalb ihre Zusammenarbeit in der Meeresforschung weiter intensivieren und die DAM als wichtigen Verbund von Forschungseinrichtungen und wissenschaftlicher Expertise stärken.
Besondere Bedeutung kommt dabei der Verbindung von Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung und Wissenstransfer zu. Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, politische Entscheidungen auf eine belastbare wissenschaftliche Grundlage zu stellen und Lösungen für den nachhaltigen Umgang mit den Meeren zu entwickeln.
Die norddeutschen Bundesländer nutzen die Wissenschaftsministerkonferenz zum regelmäßigen Austausch über gemeinsame Herausforderungen und strategische Fragen der Wissenschafts- und Forschungspolitik. Ziel ist es, Kooperationen zu stärken und die norddeutsche Wissenschaftsregion gemeinsam weiterzuentwickeln.