Drese: „Junge Menschen wollen mitgestalten – wir müssen ihnen Raum dafür geben“

In Warnemünde treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Landesjugendringe zum Austausch über eine jugendgerechte Politik. Ministerin Drese begrüßte die Teilnehmenden. Details anzeigen
In Warnemünde treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Landesjugendringe zum Austausch über eine jugendgerechte Politik. Ministerin Drese begrüßte die Teilnehmenden.
In Warnemünde treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Landesjugendringe zum Austausch über eine jugendgerechte Politik. Ministerin Drese begrüßte die Teilnehmenden.
In Warnemünde treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Landesjugendringe zum Austausch über eine jugendgerechte Politik. Ministerin Drese begrüßte die Teilnehmenden.
Nr.213  | 07.09.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Vertreterinnen und Vertreter der Landesjugendringe aus allen 16 Bundesländern sowie des Deutschen Bundesjugendrings beraten am Montag und Dienstag in Rostock-Warnemünde über aktuelle Fragen der Jugendpolitik. Sozialministerin Stefanie Drese betonte zur Eröffnung der Konferenz die Bedeutung von Jugendbeteiligung: „Junge Menschen haben etwas zu sagen. Politik tut gut daran, sie direkt nach ihren Vorstellungen zu fragen und in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Wir wollen nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden.“

Drese verwies auf das hohe Engagement junger Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Nach der Auswertung des Freiwilligensurveys engagieren sich in MV 51 Prozent der 14- bis 19-Jährigen freiwillig. Das ist ein höherer Wert als in den älteren Jahrgängen.

„Junges Engagement ist vielfältig, sozial und innovativ. Ohne Ehrenamt würde vieles nicht gehen. Und ich finde es großartig, dass sich so viele junge Menschen hierzulande engagieren. Das ist ein großer Gewinn für unser Land“, sagte die Ministerin. Jugendverbände und der Landesjugendring seien wichtige Partner, weil sie jungen Menschen Räume für Engagement und Beteiligung gäben und ihre Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit verträten.

Bei der Konferenz geht es auch um konkrete Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Dazu gehören aus Sicht der Ministerin gute Bildung und Bildungsangebote, Schaffung und Erhalt von bezahlbarem Wohnraum und Mobilität.

„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern durch zusätzliche Lehrkräfte und Schulsanierungen, mit neuen und sanierten Wohnheimplätzen, dem Azubiticket, dem Wahlalter ab 16 und dem Jugendbeteiligungsgesetz wichtige Schritte gemacht. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, so Drese. Gerade angesichts internationaler Krisen, Klimawandel, wirtschaftlicher Unsicherheit und der Herausforderungen durch soziale Medien sei es wichtig, junge Menschen einzubeziehen. „Wenn ich mit Jugendlichen spreche, erlebe ich Optimismus, Pragmatismus und viel Gespür für Gerechtigkeit und die Bedürfnisse anderer. Deshalb sind wir alle gut beraten, Jugendliche zu unterstützen und zu ermutigen, sich einzumischen und ihre Interessen zu vertreten“, sagte die Ministerin.

 

Hintergrund:

Die Konferenz der Landesjugendringe ist ein Zusammenschluss, bei dem sich Vertreterinnen und Vertreter aus allen 16 Landesjugendringen in Deutschland sowie des Deutschen Bundesjugendringes zweimal im Jahr treffen. Dabei tauschen sich Vorstände und Geschäftsführungen über aktuelle jugendpolitische Themen aus und erarbeiten gemeinsame Positionen und Strategien.