Neues Funktionsgebäude der Landesforst in Kronskamp eingeweiht
Bessere Bedingungen für die Mitarbeitende der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern: Forstminister Dr. Till Backhaus hat heute das neue Funktionsgebäude in Kronskamp bei Laage im Forstamt Güstrow (Landkreis Rostock) eingeweiht. Im vorherigen Dienstgebäude wurde in der Bausubstanz Glattasbest festgestellt, was zur Räumung führte.
„Es handelt sich um ein Pilotprojekt des Landes. Die Idee dahinter: Mehrere Förster teilen sich einen Dienstsitz unweit ihrer Reviere. Damit fällt für einige Förster die Fahrt zum Forstamt weg, um Büroaufgaben zu erledigen. Außerdem hat hier künftig eine Teilautonome Gruppe der Forstwirte ihren Stützpunkt.
Das neue Gebäude erfüllt mehrere Funktionen: Es ist eine zentrale Anlaufstelle für Bürger und Waldbesitzer der drei Reviere, eine Werkstatt sowie ein Lager- und Abstellort für Technik. Eine Kühlzelle sorgt für kurze Wege beim Wildtransport. Die Investition schafft moderne Arbeitsplätze und dient der Zukunftsfähigkeit des Forstamtes Güstrow“, sagte der Minister.
Bei dem Holzständerbau wurden 18 Kubikmeter Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz, vier Kubikmeter OSB-Platten sowie 5,5 Kubikmeter Vollholz für die Fassade verbaut. Das Gebäude verfügt über drei Büroräume und einen Aufenthaltsraum. Perspektivisch ist auf dem Dach die Errichtung einer PV-Anlage vorgesehen.
Die Gesamtkosten für den Bau nebst Wasser- und Abwasseranschluss sowie Außenanlagen liegen bei rund 750.000 Euro.
„Die Landesforstanstalt ist ein zentraler Akteur im ländlichen Raum. Rund 1.000 Beschäftigte, darunter über 100 Auszubildende, arbeiten heute für den Wald im Land. Damit ist etwa jeder zehnte Beschäftigte in Ausbildung. Die jährliche wirtschaftliche Gesamtleistung liegt bei rund 120 Millionen Euro, davon entfallen etwa 60 Millionen Euro auf den Holzverkauf. Allein im vergangenen Jahr wurden zudem über 5,3 Millionen Euro zur Unterstützung des Privat- und Kommunalwaldes bereitgestellt“, sagte Backhaus.
Die Landesforstanstalt zeige, dass Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken können. „Gerade im ländlichen Raum ist der Wald ein Motor für Beschäftigung und Zukunftsperspektiven.“
Abschließend dankte er den am Bau beteiligten Firmen und Dienstleistern sowie der Landgesellschaft MV, welche die Bauplanung koordinierte.