Schwesig: Landwirtschaft braucht wirtschaftliche Sicherheit

Nr.225/2026  | 10.09.2026  | MPin  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute die 35. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung (MeLa) eröffnet und deren Bedeutung als Leistungsschau der gesamten Agrarbrache im Land hervorgehoben: „Die MeLa ist die größte Landwirtschaftsausstellung in Mecklenburg-Vorpommern und zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig die Land- und die Ernährungswirtschaft sind. Wir haben einen der höchsten Anteile landwirtschaftlich genutzter Flächen in Deutschland und auch wirtschaftlich spielt die Landwirtschaft eine größere Rolle als im Bundesdurchschnitt. Unsere Landwirtschaft ist eine der modernsten und leistungsfähigsten in Europa,“ sagte sie. Es gebe knapp 5.000 Betriebe mit rund 20.000 Beschäftigten und fast ebenso viele in der Ernährungswirtschaft.

Sie würdigte in ihrem Grußwort auch den wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, den die Branche leistet. Schwesig ergänzte: „Applaus und Dank allein reichen nicht. Unsere Landwirtschaft braucht Vertrauen, verlässliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Sicherheit.“ Deshalb stehe die Landesregierung im engen Austausch mit den Landwirtinnen und Landwirten und setze sich auf Bundes- und europäischer Ebene für eine verlässliche Finanzierung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in der nächsten Förderperiode ein. „Die vorgeschlagenen Kürzungen vor allem für die großen Betriebe würden allein in M-V etwa 2.400 Höfe betreffen. Dabei sind Betriebe mit mehreren hundert oder tausend Hektar in ganz Ostdeutschland Tradition und Grundlage für wettbewerbsfähige Produktion. Das muss berücksichtigt werden“, betonte die Regierungschefin. Dafür würde sie sich auf Bundes- und Europaebene stark machen.

Ein wichtiger Partner sei dabei der Bauernverband, der seit 35 Jahren Betriebe aller Größen, Rechtsformen und Produktionseinrichtungen vertrete. „Lösungen für die Landwirtschaft finden wir nur gemeinsam mit den Menschen, die auf dem Land arbeiten. Nicht über ihre Köpfe hinweg. Eine starke Interessenvertretung der Landwirtschaft auf dem Land, bei den Bauern gut verankert, die kraftvoll und mit Augenmaß Forderungen zur Geltung bringt, gehört zu unserem Land“, machte sie zum Ende ihrer Rede deutlich.

Im Jubiläumsjahr der MeLa präsentieren sich rund 600 Fachaussteller aus neun Staaten, darunter Dänemark, die Niederlande, Polen und Österreich auf 174.000 m² Ausstellungsfläche. Es werden rund 60.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Das diesjährige Tier der MeLa ist das Rauwollige Pommersche Schaf, eine robuste, für Nordostdeutschland typische Schafrasse, die als gefährdet gilt. Es steht damit exemplarisch für die Bedeutung des Erhalts alter einheimischer Nutztierrassen im „Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums“, das 2026 begangen wird.