Ölabwehrübung im Bootshafen Kühlungsborn

Nr.290/2026  | 11.09.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Unter der Leitung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg wird am 12. September 2026  in der Zeit von 9 bis 14 Uhr an der Ostsee, im Bootshafen Kühlungsborn und dem östlich angrenzenden Strandabschnitt im Rahmen der Bund-Ländervereinbarung über die Bekämpfung von Meeresver­schmutzungen (BLV SUB) eine Ölwehrgeräteübung durchgeführt.

Ziel der Übung ist das sichere Handling der eingesetzten Technik und Geräte durch praxisnahe Schulung der Einsatzkräfte, um im Ernstfall die Auswirkungen eines möglichen Ölunfalles zu minimieren und eine effektive Bekämpfung zu ermöglichen.

Etwa 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) mit Fachgruppen der Ortsverbände Bad Doberan und Wismar werden mit ihrer spezifischen Technik die Zusammenarbeit mit der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr des Ostseebades Kühlungsborn sowie weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen üben.

Vorgesehen sind das Ausbringen von Ölsperren, der Bootseinsatz und die maschinelle Aufnahme von Öls sowie die Reinigung des Strandes. Zum Schutz der eingesetzten Kräfte vor angenommenen Gesundheits­gefahren wird die Einrichtung eines Schwarz-Weiß-Bereiches mit Dekontamination und die Durchführung der Reinigungsarbeiten unter Schutzkleidung geübt.

Während der Übung kann es in Abstimmung mit der Stadt Kühlungsborn zu Nutzungs- und Zugangseinschränkungen im Bereich des Bootshafens und des östlich angrenzenden Strandabschnitts kommen. Diese werden auf das erforderliche Mindestmaß beschränkt.

Der für den Ostseeschutz zuständige Umwelt- und Klimaschutz­minister, Dr. Till Backhaus weist auf die Notwendigkeit solcher Übungen hin:

"Ich danke der Stadt Kühlungsborn und der Bürgermeisterin Frau Arndt sowie dem Bootshafen Kühlungsborn für die Unterstützung der Übung und bitte bei den Besuchern des Ostseebades Kühlungsborn um Verständnis für etwaige Einschränkungen. Diese Übungen zur Schadstoffunfallbekämpfung sind aufgrund des nicht auszu­schließenden Risikos eines Schadstoffaustritts vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns  und vor dem Hintergrund der steigenden hybriden Bedrohungslage unverzichtbar um effektiv und dauerhaft Umwelt und Natur sowie Tourismus in M-V zu schützen. Ich wünsche allen Einsatzkräften vor Ort viel Erfolg!"