Das Sustainable Engineering Center (SEC) kommt!

Land erteilt Planungsauftrag für den Ersatzneubau

Nr.75-26  | 14.09.2026  | FM  | Ministerium für Finanzen und Digitalisierung

Die Forschungsinfrastruktur der Universität Rostock soll zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Das Sustainable Engineering Center (SEC) ist der Ersatzneubau für die bisherige Strömungshalle. Anschließend soll die bestehende Strömungshalle denkmalgerecht grundsaniert werden.

Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung hat heute dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Rostock den Auftrag erteilt, die Entwurfsunterlage-Bau für den Ersatzneubau zu erstellen. Voraussetzung für die Fortführung des Vorhabens war unter anderem die denkmalrechtliche Genehmigung des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege, die am 4. September 2026 erteilt wurde.

Grundlage für die weitere Planung ist eine umfassende Machbarkeitsuntersuchung. Darin wurde der Bedarf unter intensiver Beteiligung der Universität Rostock geprüft und verbindlich festgelegt. Die Untersuchung wurde in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, der Universität Rostock und dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Rostock erarbeitet.

Mit der nun beauftragten Planung werden die baulichen, technischen, terminlichen und wirtschaftlichen Grundlagen des Vorhabens weiter vertieft. Damit wird die Grundlage für die nächsten Schritte auf dem Weg zur Umsetzung des Ersatzneubaus geschaffen.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erläutert: „Gute Nachrichten für die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern: Mit dem jetzt erteilten Planungsauftrag gehen wir beim Sustainable Engineering Center den nächsten wichtigen Schritt. Nach der denkmalrechtlichen Genehmigung können wir die Planung für den Ersatzneubau der Strömungshalle nun konkret vorantreiben. Unser Ziel ist eine leistungsfähige und nachhaltige Forschungsinfrastruktur, die langfristig gute Bedingungen für Wissenschaft und Kooperationen mit der Wirtschaft schafft.

Wissenschaftsministerin Bettina Martin betont: „In Rostock wird im Bereich des nachhaltigen maritimen Ingenieurwesens bundesweit einmalige Forschung und Lehre betrieben. Dafür ist eine gute Forschungsinfrastruktur unerlässlich und wichtig für das Land. Mit dem Sustainable Engineering Center wird in Rostock eine Infrastruktur von herausragender wissenschaftlicher Bedeutung entstehen. Die geplanten Strömungslabore, bestehend aus einem Seegangsbecken und einem Schleppkanal, werden in ihrer Kombination bundesweit einzigartig sein und neue Voraussetzungen schaffen, innovative Technologien unter realitätsnahen Bedingungen erforschen und weiterentwickeln zu können. Die experimentellen Möglichkeiten werden dabei über klassische maritime Forschungsfelder hinausgehen und auch für Bereiche wie den Fahrzeugbau, die Luftfahrttechnik, die Energietechnik oder die Biomedizintechnik von Bedeutung sein. Der jetzt erteilte Planungsauftrag ist deshalb ein wichtiger Schritt, um diese für unser Land bedeutsame Hochschulbaumaßnahme weiter voranzubringen. Die bestehende Strömungshalle hat erhebliche bauliche Mängel, deswegen besteht hier dringender Handlungsbedarf.“

Die Rektorin der Universität Rostock, Prof. Elizabeth Prommer, sagt: „Mit dem Sustainable Engineering Center schaffen wir nicht nur wichtige Perspektiven für unsere maritime Forschung und die Zusammenarbeit mit der Industrie. Das SEC ist zugleich ein zentraler Baustein für die Zukunft unserer Lehre. Die Nachfrage nach unserem neuen Studiengang Sustainable Maritime Engineering zeigt eindrucksvoll, wie groß das Interesse an einer Ausbildung für die nachhaltige maritime Wirtschaft ist. Dafür brauchen wir eine leistungsfähige Forschungs- und Lehrinfrastruktur, die Theorie und Praxis miteinander verbindet. Mit dem SEC schaffen wir dafür beste Voraussetzungen.“