Rostock: Land fördert Hafenentwicklungsplan und Studie zur Offshore-Windindustrie

Dr. Wolfgang Blank: „Wir richten die Rostocker Häfen auf die Zukunft aus“

Nr.156/26  | 14.09.2026  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 440.000 Euro an die Hanse- und Universitätsstadt übergeben. Gefördert werden damit die Erstellung des Hafenentwicklungsplan 2050 sowie eine Potentialstudie zum Offshore-Windausbau in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtausgaben betragen rund 590.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirt­schaftsstruktur“ (GRW). 

„Unsere Häfen sind Motoren der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Sie verbinden unser Land mit internationalen Märkten und bieten Raum für Unternehmen, Investitionen und neue Arbeitsplätze. Mit dem Hafenentwicklungsplan 2050 richten wir den Blick auf die langfristige Entwicklung der Rostocker Häfen. Zugleich wollen wir die Chancen der Off­shore-Windindustrie sowohl für Rostock als auch für Mukran stärker nutzen. Unser Ziel ist es, mehr Wertschöpfung aus der Offshore-Windenergie für unser Land zu gewinnen und damit gute Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen“, sagte Dr. Wolfgang Blank. 

Der bisherige Hafenentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2017 und reicht bis 2030. Mit der Fortschreibung soll eine planerische Grundlage für die Entwicklung bis 2050 ge­schaffen werden. Dabei sollen insbesondere die im neuen Regionalen Raumentwicklungsprogramm vorgesehenen Erweiterungsflächen für den Hafen näher betrachtet und ihre künftige Nutzung konkretisiert werden. Die konzeptionelle Vorbereitung erfolgt durch ROSTOCK PORT. 

In Zusammenhang damit steht die Potentialanalyse zum Off­shore-Windausbau. Sie soll untersuchen, welche Möglich­keiten sich für zusätzliche Wertschöpfung und zusätzlichen Umschlag an den hafenstandorten Rostock und Mukran er­geben. Angesichts begrenzter Flächen soll die Studie dazu beitragen, die verfügbaren Kapazitäten entsprechend den Anforderungen der Branche bestmöglich zu nutzen. 

Betrachtet werden die drei wesentlichen Phasen im Lebens­zyklus eines Offshore-Windparks: Aufbau, Betrieb sowie Rückbau und Recycling. Für Rostock liegt der Schwerpunkt auf den Chancen im Betrieb sowie beim Rückbau und Recyc­ling, für Mukran werden alle drei Phasen untersucht. Dabei sollen jeweils auch die volkswirtschaftlichen Effekte für die Standorte ermittelt werden. 

„Die Chancen der Offshore-Windindustrie reichen weit über die Errichtung neuer Anlagen hinaus. Auch ihr Betrieb, der spätere Rückbau sowie das Recycling eröffnen unseren Unternehmen weitreichende Perspektiven. Wer diese Poten­tiale nutzen will, muss die Anforderungen der Branche früh­zeitig erkennen und die hiesige Hafenentwicklung gezielt darauf ausrichten. Dafür schaffen wir mit der Förderung eine fundierte Entscheidungsgrundlage“, so Minister Dr. Blank.