Erster Spatenstich für Neubau von Polizeihauptrevier und Kriminalkommissariat in Waren an der Müritz
In Waren an der Müritz entsteht ein neues Polizeihauptrevier mit einer Außenstelle des Kriminalkommissariats. Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue und Innenminister Christian Pegel haben heute gemeinsam mit Bürgermeister Norbert Möller, Lutz Müller, Inspekteur der Polizei, Polizeiinspektionsleiter Tino Peisker und Polizeihauptrevierleiterin Kathrin Jähner den ersten Spatenstich für den Neubau gesetzt.
Das Land investiert rund 13,5 Millionen Euro in das moderne Dienstgebäude. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Der Neubau ist Teil des Sonderbauprogramms „Sieben auf einen Streich“, mit dem das Land insgesamt sieben neue Polizeigebäude errichtet. Rund 95 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Die Gebäude schaffen zeitgemäße Arbeitsbedingungen für die Polizei, sind funktional und auf einen energieeffizienten Betrieb ausgerichtet.
„Mit dem Programm ‚Sieben auf einen Streich‘ investieren wir zum einen in die Sicherheit und in die Zukunft unseres Landes. Wir schaffen moderne Polizeigebäude, die langfristig funktionieren, energieeffizient sind und gute Arbeitsbedingungen bieten. Gleichzeitig geben wir mit diesen Investitionen der Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Impuls“, sagte Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue. „Mir ist es wichtig, dass öffentliche Investitionen auch bei den Unternehmen vor Ort ankommen. Beim Polizeineubau in Waren sehen wir das sehr deutlich: Ein großer Teil der Planungs- und Bauleistungen wird von Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern erbracht.“
Beim Neubau in Waren zeigt sich der regionale Effekt der Investitionen besonders deutlich. Von den bislang beauftragten 16 freiberuflich Tätigen kommen 13 aus Mecklenburg-Vorpommern. Das entspricht einem Anteil von rund 81 Prozent. Auch die bislang beauftragten vier Bauunternehmen stammen sämtlich aus dem Land. Damit fließen die Investitionen unmittelbar in die regionale Wirtschaft und stärken die heimische Bauwirtschaft.
„Ich freue mich, dass wir heute in Waren den Grundstein für einen weiteren modernen Polizeistandort legen. Polizeireviere sind wichtige Orte für unser Land und weit mehr als nur ein Gebäude. Es ist ein Ort, an dem Menschen Hilfe suchen, an dem Polizistinnen und Polizisten für Sicherheit sorgen und an dem unserer Bürgerinnen und Bürger darauf vertrauen können, dass jemand für sie da ist. Mit dem Neubau schaffen wir gute Bedingungen für die tägliche Polizeiarbeit. Moderne Räumlichkeiten, eine zeitgemäße Ausstattung und eine funktionale Infrastruktur sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass unsere Einsatzkräfte auch künftig schnell, verlässlich und bürgernah handeln können“, so Innenminister Christian Pegel.
Bei der Planung des Gebäudes spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Das rund 2.150 Quadratmeter große Dienstgebäude wird nach hohen Anforderungen an Energieeffizienz errichtet. Der Neubau unterschreitet den Standard eines Effizienzgebäudes 40 und erfüllt damit die Anforderungen an klimaneutrales staatliches Bauen in Mecklenburg-Vorpommern. Auf den Dächern des Dienstgebäudes und der Garagen wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 44 Kilowattpeak installiert. Zwei hocheffiziente Wärmepumpen werden einen Teil ihres Stroms aus der eigenen Photovoltaikanlage beziehen. Ergänzt wird das Energiekonzept durch LED-Beleuchtung und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Das dreigeschossige Gebäude entsteht auf einem rund 5.340 Quadratmeter großen landeseigenen Grundstück an der Teterower Straße. Es wird unter anderem Räume für den Wach- und Gewahrsamsbereich, Vernehmungen, Beweis- und Waffenlager, Sozial- und Fitnessbereiche sowie Garagen und Carports aufweisen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2028 vorgesehen.
Das Sonderbauprogramm „Sieben auf einen Streich“ umfasst neben Waren Neubauten in Gadebusch, Ueckermünde, Friedland, Bad Doberan, Sassnitz und Güstrow. Fünf der sieben Gebäude basieren auf dem von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern entwickelten „Modell Heringsdorf“. Die Neubauten werden jeweils an die örtlichen Anforderungen angepasst. Die Projekte in Güstrow und Waren werden individuell geplant.