11 Millionen Euro für moderne Polizei in Sassnitz auf Rügen

Nr.77-26  | 16.09.2026  | FM  | Ministerium für Finanzen und Digitalisierung

In Sassnitz ist heute der symbolische Startschuss für den Neubau des Polizeireviers und der Kriminalkommissariat-Außenstelle gefallen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert rund 11 Millionen Euro in einen modernen, funktionalen und energieeffizienten Polizeistandort. Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue und Innenminister Christian Pegel setzten gemeinsam mit Bürgermeister Leon Kräusche, Heiko Miraß, parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg, Polizeidirektor Nils Rosada, Polizeiinspektionsleiter Rainer Dittschlag und Polizeirevierleiter Alexander Diekmann den symbolischen Spatenstich.

Der Neubau ist Teil des Landesbauprogramms „Sieben auf einen Streich“. Mit rund 95 Millionen Euro entstehen landesweit sieben neue Polizeigebäude. Die Neubauten schaffen zeitgemäße Arbeitsbedingungen für die Polizei und sichern gleichzeitig eine moderne und langfristig nutzbare Infrastruktur.

Mit ,Sieben auf einen Streich‘ verbinden wir drei Dinge: Wir investieren in die Sicherheit unseres Landes, wir bauen nachhaltig und wir geben einen wichtigen Impuls für die heimische Bauwirtschaft. Gerade bei einem großen Bauprogramm wie diesem zeigt sich, was öffentliche Investitionen bewirken können: Von der Planung bis zur Ausführung profitieren Unternehmen und Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür ist auch dieser Neubau in Sassnitz ein tolles Beispiel, denn rund 90 Prozent der bislang beauftragten Unternehmen stammen aus Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Mit dem heutigen Spatenstich geben wir den Startschuss für ein wichtiges Zukunftsprojekt in Sassnitz. Die Polizei ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres Rechtsstaates und sorgt Tag für Tag dafür, dass sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sicher fühlen können. Dafür braucht sie nicht nur engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch moderne, funktionale und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen“, so Innenminister Christian Pegel und weiter: „Mit einer Gesamtinvestition von rund 11 Millionen Euro schaffen wir als Land hier die Voraussetzungen für ein neues Polizeirevier, das den Anforderungen an eine leistungsfähige Polizei gerecht wird. Eine gute Ausstattung und zeitgemäße Räumlichkeiten sind kein Selbstzweck: Sie stärken die Einsatzbereitschaft, erleichtern die tägliche Arbeit und kommen damit unmittelbar der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zugute. Sassnitz erhält damit einen modernen Standort, der die Polizei vor Ort langfristig stärkt.“

Das neue Polizeirevier entsteht als dreigeschossiges Verwaltungsgebäude nach dem von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung entwickelten „Modell Heringsdorf“. Auf diese Weise wird eine wirtschaftliche und flexible Bauweise ermöglicht. Die Grundrissstruktur kann an veränderte Anforderungen angepasst werden und macht das Gebäude damit auch langfristig nutzbar.

Bei der Planung spielt zudem die Energieeffizienz eine zentrale Rolle: Das Gebäude wird die Anforderungen an ein Effizienzgebäude 40 unterschreiten. Vorgesehen sind unter anderem eine Wärmepumpe, LED-Beleuchtung und eine Photovoltaikanlage. Damit wird der Neubau auf einen möglichst geringen Energieverbrauch und einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb ausgerichtet.

Auf einer Bruttogrundfläche von rund 2.000 Quadratmetern entstehen unter anderem Räume für die Verwaltung des Polizeireviers, einen gesicherten Einsatzbereich mit Wache und Gewahrsam sowie Arbeits- und Spezialräume für die Kriminalkommissariat-Außenstelle. Auch ein barrierefreier Besucherbereich und ein gesicherter Polizeihof sind vorgesehen.

Die ersten Vorbereitungen für das Bauvorhaben in Sassnitz sind bereits abgeschlossen. Die Räumung und der Abbruch auf dem Grundstück sollen bis Ende November 2026 abgeschlossen sein. Im Januar 2027 beginnen die ersten Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Herbst 2029 vorgesehen.

Mit dem Bauprogramm „Sieben auf einen Streich“ nutzt das Land Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um die Polizeiinfrastruktur an mehreren Standorten gleichzeitig zu modernisieren. Neben Sassnitz entstehen neue Polizeigebäude in Gadebusch, Ueckermünde, Friedland und Bad Doberan nach dem Vorbild in Heringsdorf. Für Güstrow und Waren werden individuelle Planungen umgesetzt.