500.000 Euro für das Gesundheitsland MV: Prävention und Gesundheitswirtschaft enger verzahnen
Neues Projekt soll gute Gesundheitsangebote besser zusammenbringen und besonders Menschen im ländlichen Raum erreichen
Mecklenburg-Vorpommern ist Gesundheitsland – und das ist auch wirtschaftlich messbar: Rund 152.000 Menschen arbeiten in der Gesundheitswirtschaft des Landes. Im Jahr 2023 steuerte die Gesundheitswirtschaft 7,8 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns bei – das entspricht einem Anteil von 14,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes. Diese Stärke soll künftig noch stärker für die Gesundheit der Menschen genutzt werden. Das Gesundheitsministerium fördert deshalb ein neues Projekt bei der BioCon Valley® GmbH mit insgesamt 500.000 Euro.
„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern eine starke Gesundheitswirtschaft. Jetzt wollen wir noch besser nutzen, was daraus für die Gesundheit der Menschen entstehen kann“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese. „Wenn Unternehmen, Kommunen und Akteure der Prävention enger zusammenarbeiten, können gute Ideen schneller in die Fläche kommen – gerade dort, wo Menschen nicht auf ein dichtes Netz von Angeboten zurückgreifen können.“
Genau hier setzt das neue Projekt an. Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, Kommunen, Sport, Suchtprävention, Gesundheitsförderung und weitere Fachpartner sollen dauerhaft miteinander vernetzt werden. Gute Ideen sollen schneller zusammenfinden, innovative Projekte etwa zu Bewegung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz auf den Weg gebracht und bei der Suche nach Fördermitteln unterstützt werden. Auch bestehende Angebote sollen für die Menschen besser auffindbar werden. Mindestens 30 neue Präventionsangebote sollen dafür in einem landesweiten Präventionskompass erfasst werden.
„Wir haben viele gute Angebote und engagierte Akteure im Land. Was manchmal fehlt, ist der kurze Weg zueinander. Genau diesen Weg wollen wir schaffen“, so Drese. „Aus vielen guten Einzelideen soll mehr gemeinsame Wirkung entstehen.“
Besonders wichtig ist das für ländliche und strukturschwache Regionen. Denn Prävention wirkt nur, wenn die Angebote die Menschen tatsächlich erreichen. Das Projekt soll deshalb auch Kommunen bei der Entwicklung eigener Vorhaben unterstützen, Fördermöglichkeiten erschließen und erfolgreiche Ansätze aus Mecklenburg-Vorpommern sowie aus dem Ostseeraum und anderen Ländern miteinander verbinden.
„Gesundheit darf keine Frage des Wohnortes sein. Gerade in einem Flächenland müssen wir deshalb dafür sorgen, dass gute Prävention nicht nur dort stattfindet, wo ohnehin viele Angebote vorhanden sind“, sagte Drese. „Wir wollen die vorhandenen Kräfte im ganzen Land besser miteinander verbinden und so die Gesundheitschancen der Menschen stärken.“
Drese: „Jede verhinderte Erkrankung ist ein Gewinn – für den einzelnen Menschen und für unser Land. Prävention ist deshalb kein Zusatz, sondern ein wichtiger Teil unserer Gesundheitsstrategie.“
Hintergrund:
Das Projekt „Koordinierung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention an der Schnittstelle zur Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ läuft von September 2026 bis Ende Dezember 2027. Es setzt die Landesstrategie für Gesundheitsförderung und Prävention im Zusammenspiel mit dem Masterplan Gesundheitswirtschaft MV 2030 um. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung MV, der Landessportbund MV, die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung, kommunale Akteure sowie Unternehmen der Gesundheitswirtschaft.